Der 24. August ist in der Geschichte Frankfurts und Deutschlands ein Datum voller Kontraste – von religiösen Traditionen über soziale Konflikte bis hin zu kulturellen und wissenschaftlichen Höhepunkten. Der Kaiserdom in Frankfurt erinnert an den Heiligen Bartholomäus, dessen Gedenktag an diesem Datum gefeiert wird. Gleichzeitig blieb der Tag auch durch Krisen wie den Fettmilch-Aufstand im kollektiven Gedächtnis. Auf globaler Ebene markieren Naturkatastrophen und politische Entscheidungen ebenfalls den 24. August als Einschnitt in der Weltgeschichte. Über all das berichtet SoFrankfurt.
Frankfurt am Main
- Bartholomäus-Tag (seit 1200) – Im Frankfurter Kaiserdom wird bis heute der Gedenktag des Apostels Bartholomäus begangen, dessen Reliquie die Stadt zu einem mittelalterlichen Pilgerzentrum machte.
- Fettmilch-Aufstand (1614) – Am 24. August erreichte die Revolte der Zünfte ihren Höhepunkt: die Plünderung der Judengasse und die Vertreibung der jüdischen Gemeinde. Erst das Eingreifen des Kaisers stellte die Ordnung wieder her.
- Kulturstadt Frankfurt – Jährlich um den 24. August findet das Museumsuferfest statt, das die kulturelle Vielfalt am Mainufer zeigt.
- Architektur & Moderne – 2025 erinnert Frankfurt an 100 Jahre „Das Neue Frankfurt“, die berühmte Wohnungsbau- und Designbewegung.
- Wissenschaft in der Gegenwart – Am 24. August 2025 startet die internationale Konferenz JEMS, die Frankfurt als globalen Wissenschaftsstandort hervorhebt.
Deutschland
- Bartholomäusnacht in Paris (1572) – Das Massaker an den Hugenotten in Frankreich hatte auch starke Auswirkungen auf das Heilige Römische Reich, da viele Glaubensflüchtlinge in deutsche Städte wie Frankfurt strömten.
- Kaiserliche Geschichte – Viele deutsche Könige wurden im Frankfurter Dom gewählt und gekrönt – der 24. August war oft ein Termin für Reichsversammlungen.
- Industrialisierung & Moderne – Um 1900 begann Frankfurt, eine Schlüsselrolle im Bankwesen zu spielen, was bis heute anhält.
Welt
- 79 n. Chr. – Vesuvausbruch: Am 24. August zerstörte der Vesuv Pompeji und Herculaneum – ein Datum, das bis heute als Warnung vor Naturgewalten gilt.
- 1572 – Bartholomäusnacht in Paris: Die europaweite Reformation erlebte einen dramatischen Bruch.
- 1814 – Briten brennen Washington nieder: Im Krieg von 1812 setzten britische Truppen die US-Hauptstadt in Flammen.
- 1991 – Unabhängigkeit der Ukraine: Am 24. August erklärte die Ukraine ihre Loslösung von der Sowjetunion – ein bis heute historischer Wendepunkt.
- 2006 – Pluto verliert den Planetenstatus: Die Internationale Astronomische Union stufte Pluto offiziell zum Zwergplaneten herab.
Der 24. August ist mehr als ein Kalenderdatum – er ist ein Brennglas der Geschichte. In Frankfurt, in Deutschland und in der Welt verdichten sich an diesem Tag Glauben und Gewalt, Kultur und Katastrophe, Aufbruch und Verlust. Wer ihn betrachtet, erkennt, wie eng das Lokale mit dem Globalen verflochten ist – und dass jedes Ereignis, so fern es auch scheinen mag, Teil unserer gemeinsamen Erinnerung bleibt.
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