In Troisdorf kämpft die Feuerwehr weiterhin gegen einen Großbrand auf dem Gelände der Rhein-Sieg-Abfallwirtschaftsgesellschaft mbH (RSAG). Seit der Nacht auf Mittwoch stehen dort rund 200 Tonnen Sperrmüll in Flammen. Die Ursache ist bislang unklar. Rund 280 Einsatzkräfte sind vor Ort, um die Lage unter Kontrolle zu bringen. Anwohner wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Darüber berichtet SoFrankfurt unter Berufung auf ga.de.

Auch am Mittwochmittag waren die Löscharbeiten in vollem Gange. Nach Angaben von Peter Kern, Pressesprecher der Feuerwehr Troisdorf, hatte kurz nach Mitternacht die Brandmeldeanlage in der rund 3.500 Quadratmeter großen Halle Alarm geschlagen. Beim Eintreffen der ersten Kräfte standen weite Teile des Gebäudes bereits in Flammen, dichter Rauch zog über die Stadt. Der Brandherd konnte nur von außen bekämpft werden, da die Halle für Einsatzkräfte nicht zugänglich war.

Zur Sicherstellung der Löschwasserversorgung wurde ein kompletter Löschzug eingesetzt, der unter anderem Wasser aus der Sieg pumpte. Die Straßen K29 und L143 zwischen Troisdorf und Menden mussten seit etwa 3.50 Uhr vollständig gesperrt werden, wie Einsatzleiter Daniel Schwamborn mitteilte.

Nach Angaben der RSAG befanden sich beim Ausbruch des Feuers keine Beschäftigten in der Halle. Personen wurden nicht verletzt. Wegen der starken Rauchentwicklung warnten sowohl die Warn-App Nina als auch Polizeifahrzeuge mit Lautsprecherdurchsagen die Bevölkerung.

Das Technische Hilfswerk (THW) wurde hinzugezogen, um die Standfestigkeit der Halle zu prüfen. Sollte diese ausreichend sein, könnten die Einsatzkräfte den Sperrmüll ins Freie bringen, um ihn dort gezielt abzulöschen. Laut Feuerwehr könnten sich die Arbeiten noch über mehrere Tage hinziehen.

Die Stadt Troisdorf empfahl sämtlichen Schulen und Kindertagesstätten in der Umgebung, den Betrieb am Mittwoch ruhen zu lassen. Betroffen waren unter anderem die Grundschule Roncallistraße und die Europaschule, die den Unterricht für den Tag vollständig einstellten. Eltern und Schüler würden durch die Einrichtungen direkt über weitere Schritte informiert, so ein Sprecher der Stadt.

Die RSAG kündigte zudem an, dass die rechtsrheinische Müllabfuhr am Mittwoch ausfällt. Auch der Wertstoffhof bleibe für Kunden geschlossen.

Brände auf dem RSAG-Gelände sind kein Einzelfall: Erst Anfang August war ein Restmüllbunker in Brand geraten, damals mit rund 100 Einsatzkräften im Einsatz. Nun steht die Feuerwehr erneut vor einer großen Herausforderung.

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Foto von Ulrich Felsmann

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