Die Dynamik des Kryptowährungsmarktes bleibt stark von globalen Makroentwicklungen abhängig. Aktuelle Analysen der Experten der Kryptobörse Coinbase deuten auf einen bevorstehenden Wendepunkt hin. Die Analysten prognostizieren, dass der Markt für digitale Vermögenswerte bereits im Dezember 2025 in eine Erholungsphase eintreten könnte. Diese Einschätzung, die auf einer detaillierten Beobachtung zentraler ökonomischer Indikatoren beruht, bietet dem Markt ein wichtiges Signal. Darüber berichtet SoFrankfurt unter Berufung auf die Сoinbase.

Makroökonomische Treiber: Die Rolle der US-Zinspolitik

Der Hauptgrund für den Optimismus der Coinbase-Experten liegt in der makroökonomischen Situation in den Vereinigten Staaten von Amerika. Die Wahrscheinlichkeit einer Senkung des Leitzinses durch das Federal Reserve System (Fed) zum Jahresende hat nach ihren Berechnungen einen bemerkenswerten Wert von 92 Prozent erreicht.

Eine solche Leitzinssenkung gilt als entscheidender Faktor für die Rückkehr von Kapital an die globalen Risikomärkte. In der Erklärung der Coinbase-Analysten wird dargelegt, dass diese Entwicklung günstige Voraussetzungen dafür schafft, dass Liquidität in den Kryptomarkt zurückfließt. Die Aussicht auf billigeres Geld mindert den Druck auf risikobehaftete Anlagen und begünstigt somit eine Aufwärtsbewegung digitaler Währungen.

Wiederherstellung der Liquidität und spekulative Wellen

Coinbase betont weitere unterstützende Entwicklungen, die das Potenzial für eine Marktwiederherstellung im Dezember untermauern.

Erstens registrieren die Analysten eine schrittweise Erholung der Marktliquidität. Zweitens halten sie die spekulative Welle im Umfeld der Künstlichen Intelligenz (KI) für noch nicht abgeschlossen, was weiterhin Kapital in technologieaffine Sektoren ziehen kann, von denen auch Kryptowährungen profitieren. Drittens wird die Attraktivität von Short-Positionen gegenüber dem US-Dollar hervorgehoben. Eine Schwächung der US-Währung macht tendenziell alternative Wertaufbewahrungsmittel wie Bitcoin und andere Kryptowerte attraktiver.

Der M2-Index als Indikator: Frühere Prognosen bestätigt

Die Analysten stützen ihre aktuelle Prognose auf ihren proprietären M2-Geldmengenindex. Bereits im Oktober hatten sie basierend auf diesem Index eine Phase der Marktschwäche für November erwartet, gefolgt von einem wahrscheinlichen Wachstumsschub im Dezember. Die aktuelle Entwicklung scheint diese Vorhersage zu bestätigen und liefert den Experten eine Validierung ihrer analytischen Methodik.

Nach Ansicht der Kryptoexperten von Coinbase könnte die gegenwärtige Konstellation somit der notwendige Ausgangspunkt für einen neuen, nachhaltigen Aufwärtsimpuls (bullish momentum) auf dem Kryptomarkt sein.

Einordnung der Analyse

Die detaillierte Prognose von Coinbase stellt einen wichtigen Beitrag zur Marktdiskussion dar, insbesondere da sie makroökonomische Fakten und den internen M2-Index miteinander verknüpft. Diese Analyse bietet eine fundierte Antwort auf die Frage nach der mittelfristigen Marktrichtung. Es bleibt jedoch festzuhalten, dass der Markt trotz dieser optimistischen Signale volatil bleibt. So hatte ein Experte von Bloomberg zuvor noch eine Korrektur des Bitcoin-Preises bis auf 50.000 US-Dollar prognostiziert, was die Notwendigkeit einer vorsichtigen, faktenbasierten Beobachtung unterstreicht.

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