Am Donnerstag, dem 11. Dezember 2025, hat der Frankfurter Stadtrat zwei bedeutende Beschlüsse für die Zukunft der Stadt gefasst. Mit klarer Mehrheit wurde die Genehmigung des Planungsverfahrens für den Bau des Tunnels der Autobahn A661 im Nordosten der Stadt beschlossen. Gleichzeitig stimmte das Gremium der Entwicklung eines neuen Mikroquartiers im Nordwesten zu, berichtet SoFrankfurt mit Verweis auf die Frankfurt.
Der A661-Tunnel soll die seit Jahrzehnten bestehende räumliche Trennung zwischen den Stadtteilen Bornheim und Seckbach überwinden. Auf einer Strecke von rund 1.300 Metern wird die Autobahn überdeckt, wodurch ein zusammenhängender Grüngürtel vom Günthersburgpark bis zum Hutpark entsteht. Das Projekt zielt darauf ab, die Luftzirkulation zu verbessern, Lärm zu reduzieren und neue Erholungs- und Freizeitflächen zu schaffen.
Neues Stadtquartier für Wohnraum und Infrastruktur
Im Nordwesten Frankfurts entsteht ein neuer Stadtteil für etwa 17.000 Menschen. Vorgesehen sind rund 6.800 Wohnungen, 5.000 Arbeitsplätze sowie Bildungseinrichtungen wie Schulen und Kindertagesstätten. Ergänzt wird das Angebot durch Sport- und Freizeitmöglichkeiten.
Die städtebauliche Planung sieht vor, dass der westliche Bereich als Grüngürtel erhalten bleibt und in Kooperation mit der Landwirtschaft weiterentwickelt wird, während östlich der A5 eine kompakte Bebauung entsteht. Das Konzept soll hochwertigen Wohnraum mit nachhaltigen Grünflächen verbinden und eine lebenswerte Umgebung schaffen.
Stimmen der Verantwortlichen
Bürgermeister Mike Josef betont, dass die Beschlüsse ein Signal für politische Zusammenarbeit und den Nutzen für die Stadt darstellen. Planungsdirektor Markus Gwehenberger bezeichnet den Tunnelbau als generationenübergreifendes Projekt, das neue Grünflächen und Entwicklungsmöglichkeiten für bestehende Stadtteile schafft. Mobilitätsdirektor Wolfgang Ziefert hebt hervor, dass die Überdeckung der A661 Lärm- und Feinstaubbelastung deutlich verringert und den öffentlichen Nahverkehr durch Verlängerung der U-Bahn-Linie U4 nach Seckbach sowie die Straßenbahnlinie 18 stärkt.
Klimabeauftragte Tina Zapf-Rodrigues betont die Bedeutung ökologischer Standards, energieeffizienter Bauweise und klimaresilienter Stadtplanung. Vertreter der Fraktionen wie Katharina Knacker (Grüne), Ursula Busch (SPD), Martin Huber (Volt), Nils Kessler (CDU) und Sebastian Papke (FDP) loben die Projekte als Schritte für bezahlbaren Wohnraum, nachhaltige Mobilität und ausgewogene Stadtentwicklung.
Verbesserungen und Auswirkungen für die Stadt
Durch den Tunnelbau wird die Verbindung zwischen Bornheim und Seckbach deutlich verbessert. Neue Grünflächen schaffen Erholungsräume und verbessern die Luftqualität. Das Mikroquartier bietet dringend benötigten Wohnraum, Arbeitsplätze und soziale Infrastruktur. Gleichzeitig werden bestehende Grünflächen geschützt und nachhaltig weiterentwickelt.
Der Ausbau der Verkehrsanbindung, darunter die Verlängerung der U-Bahn und Straßenbahnlinien, soll den öffentlichen Nahverkehr stärken und Pendler entlasten. Das Projekt vereint städtebauliche, soziale und ökologische Ziele, um langfristig die Lebensqualität in Frankfurt zu erhöhen.
Nächste Schritte
Die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (DEGES) erstellt einen Abschlussbericht, der als Grundlage für das Genehmigungsverfahren des Tunnels dient. Die Fertigstellung ist für die 2030er Jahre geplant. Für das neue Quartier wird nach der Festlegung des Bebauungsplans ein detaillierter Rahmenplan entwickelt, auf dessen Basis konkrete Entwicklungspläne entstehen und die Bürgerbeteiligung fortgeführt wird.
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