Deutschland wird der Ukraine im Jahr 2026 mehr als 11 Milliarden Euro an finanzieller Unterstützung zur Verfügung stellen und zugleich die Hilfe für die Energieversorgung sozialer Einrichtungen ausbauen. Das erklärte Bundeskanzler Friedrich Merz auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, berichtet So Frankfurt unter Berufung auf UNN.
Nach Angaben von Merz umfasst das für 2026 geplante Hilfspaket sowohl militärische als auch zivile Unterstützung und übersteigt die Marke von 11 Milliarden Euro. Ein zusätzlicher Schwerpunkt liegt auf der Stabilisierung der Energieversorgung ukrainischer Schulen, Krankenhäuser und Kindergärten, die weiterhin Ziel russischer Angriffe auf die kritische Infrastruktur sind.
„Russland versucht auf barbarische Weise, das ukrainische Energiesystem zu zerstören“, sagte Merz.
Deutsche Hilfe für die Ukraine seit Februar 2022
Der Bundeskanzler erklärte, dass Deutschland seit Beginn des russischen Angriffskrieges im Februar 2022 militärische Hilfe im Umfang von rund 40 Milliarden Euro an die Ukraine geleistet habe. Die zivile Unterstützung belaufe sich auf weitere 36 Milliarden Euro und umfasse humanitäre Hilfe, wirtschaftliche Stabilisierung sowie Wiederaufbauprogramme. Zusätzlich habe Berlin 170 Millionen Euro speziell für den Schutz und die Wiederherstellung der ukrainischen Energieinfrastruktur bereitgestellt.
Zusammenarbeit mit EU und G7 sowie eingefrorene russische Vermögenswerte
Merz betonte zudem die enge Abstimmung Deutschlands mit europäischen Partnern und der G7, um zusätzliche finanzielle Instrumente für die Ukraine zu schaffen. Als eine mögliche Option nannte er einen Reparationskredit, der durch eingefrorene russische Staatsvermögen abgesichert werden könnte.
„Diese Mittel könnten die Ukraine für mindestens zwei weitere Jahre unterstützen“, erklärte Merz.
Die Ankündigung folgt auf die Verabschiedung des deutschen Bundeshaushalts für 2026 durch den Bundestag. Der Etat sieht mit 11,5 Milliarden Euro ein Rekordvolumen an Unterstützung für die Ukraine vor. Zuvor hatte Merz erklärt, dass ein Ende des Krieges nur möglich sei, wenn die Bedingungen sowohl für Kyjiw als auch für die Europäische Union akzeptabel seien.
Mehr über Frankfurt, seine Familienorte und das Leben im Rhein-Main-Gebiet lesen Sie auf SoFrankfurt – Ihrer Redaktion für die Stadt, die Sie bewegt. Lesen Sie auch: Zoll beschlagnahmt über 11.000 Diamanten im Handgepäck eines Passagiers am Frankfurter Flughafen

