Lutz Raettig und die Verleihung der Ehrenplakette der Stadt Frankfurt am Main standen am Freitag, den 9. Januar, im Mittelpunkt eines feierlichen Festakts im Kaisersaal des Römers. Oberbürgermeister Mike Josef überreichte dem 82-jährigen ehemaligen Banker und ehrenamtlichen Stadtrat die renommierte Auszeichnung als Anerkennung für sein jahrzehntelanges Engagement zur Stärkung des Finanzplatzes sowie seine Verdienste um das gesellschaftliche Wohl der Stadt. In seiner Rede würdigte das Stadtoberhaupt Raettig als eine Persönlichkeit, deren Wirken untrennbar mit der internationalen Strahlkraft und dem bürgerschaftlichen Selbstverständnis der Mainmetropole verknüpft sei. Darüber berichtet die Redaktion So Frankfurt mit Verweis auf frankfurt.
Der berufliche Werdegang von Lutz Raettig, der 1943 in Berlin geboren wurde, führte ihn nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre und Stationen in London sowie New York im Jahr 1995 nach Frankfurt. Dort übernahm er den Vorstandsvorsitz der Morgan Stanley Bank und wechselte später an die Spitze deren Aufsichtsrats. Neben seiner beruflichen Karriere prägte er über zwölf Jahre die Initiative Frankfurt Main Finance und leitete 15 Jahre lang den Börsenrat der Frankfurter Wertpapierbörse. Jürgen Fitschen betonte in seiner Laudatio insbesondere Raettigs Weitblick und Integrität, mit der er den Wirtschaftsstandort nachhaltig geformt habe.
Abseits der Finanzwelt engagierte sich Raettig gemeinsam mit seiner Ehefrau Katherine Fürstenberg-Raettig intensiv für die Frankfurter Kulturlandschaft, unter anderem für die Alte Oper, die Schirn Kunsthalle und das English Theatre. Als ehrenamtlicher Stadtrat stellte er zudem seine Fachkompetenz direkt in den Dienst der Kommunalpolitik. Die seit 1952 verliehene Ehrenplakette würdigt damit eine Lebensleistung, die Frankfurt sowohl als globales Finanzzentrum positioniert als auch lokal kulturell bereichert hat. Raettig selbst bezeichnete die Auszeichnung als große Ehre und unterstrich seine tiefe Verbundenheit zu seiner Wahlheimat.
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