Regenwetter ist in der Schweiz in den Sommermonaten keine Seltenheit. Doch wenn die Sonne sich versteckt, strömen immer mehr Familien in die Museen des Landes. Besonders bei trübem Wetter und kühlen Temperaturen finden viele eine willkommene Abwechslung in den Ausstellungen. Die Besucherzahlen in den Museen steigen während dieser Zeit stetig an. Besonders in Einrichtungen, die für Kinder geeignet sind, ist der Ansturm bemerkenswert. Darüber berichtet SoFrankfurt unter Berufung auf hessen.de.

Die Frage, warum gerade regnerische Tage als besonders geeignete Zeit für einen Museumsbesuch angesehen werden, hat viele Facetten. Einerseits suchen Eltern nach einer Indoor-Aktivität für ihre Kinder, die sowohl unterhaltsam als auch lehrreich ist. Andererseits bieten viele Museen während der Sommerferien spezielle Programme und Workshops an, die die Besucherzahlen zusätzlich ankurbeln.

Was machen Museen bei Regen besonders attraktiv?

  1. Ferienspezielle Programme: Viele Museen haben für die Sommerferien spezielle Programme entwickelt, die sowohl für Kinder als auch für Erwachsene interessant sind. Workshops, interaktive Ausstellungen und spezielle Kinderaktionen sind häufig ein Highlight.
  2. Förderung des Familienbesuchs: Besonders in den regnerischen Sommermonaten schaffen Museen mit kinderfreundlichen Ausstellungen eine entspannte und lehrreiche Umgebung, die auch Eltern zu einem längeren Aufenthalt einlädt.
  3. Ungewöhnliche Ausstellungen: Regenwetter ist der ideale Zeitpunkt, um ausgedehnte Ausstellungen zu besuchen, die oft das ganze Jahr über zur Verfügung stehen. Viele Museen haben aus diesem Grund auch wechselnde Sonderausstellungen, die die Neugier der Besucher wecken.

Besondere Besucherströme in verschiedenen Museen

Ein bemerkenswertes Beispiel für diese Entwicklung ist das Landesmuseum Wiesbaden, das in den regnerischen Monaten einen klaren Anstieg der Besucherzahlen verzeichnet. Die Sprecherin des Museums, Susanne Hirschmann, erklärte, dass in den vergangenen Jahren der Besucheransturm an regnerischen Tagen deutlich höher war als an den meisten Sonnentagen im Sommer. Das Museum hat sich in der Vergangenheit besonders durch seine Sommeraktionen hervorgetan. So wurde beispielsweise ein Stand im Wiesbadener Park eingerichtet, um auch draußen Interesse zu wecken.

Die Rolle der Sonderausstellungen

Die Sonderausstellungen in Museen sind ein weiterer Grund für den Anstieg der Besucherzahlen. In vielen Museen werden regelmäßig neue Ausstellungen eröffnet, die einen zusätzlichen Anreiz bieten. Ein besonders positives Beispiel ist das Vonderau Museum in Fulda, das im Juli 2025 eine Erhöhung der Besucherzahlen von 915 auf 1.223 verzeichnete. Obwohl der regenreiche Sommer sicherlich eine Rolle spielte, geht das Museum davon aus, dass die Sonderaktionen ebenfalls einen erheblichen Beitrag zu diesem Anstieg geleistet haben. Dies zeigt, wie wichtig gut geplante Sonderaktionen für den Museumsbetrieb sind.

Museen als Bildungseinrichtungen im Familienalltag

Was macht einen Museumsbesuch besonders für Familien? Es ist nicht nur die Gelegenheit, sich vor dem Regen zu schützen, sondern auch das Bildungspotential, das viele Museen bieten. Gerade Museen, die interaktive Elemente und kinderfreundliche Programme haben, schaffen eine Verbindung zwischen Unterhaltung und Lernen, was für viele Eltern von großem Wert ist. Das Historische Museum in Frankfurt beispielsweise bietet mit seinem "Jungen Museum" speziell für Kinder Ausstellungen, die sowohl lehrreich als auch spannend sind. In den Sommerferien läuft hier das Programm „Fantasie verleiht Flügel“, das 13 Einrichtungen gemeinsam ins Leben gerufen haben. Hier können Kinder zwischen 4 und 14 Jahren kreativ werden, mit Ton arbeiten oder Experimente durchführen.

Was können Museen tun, um den Ansturm zu bewältigen?

Für Museen ist es eine Herausforderung, den hohen Besucherandrang zu bewältigen, insbesondere an regnerischen Tagen. Die Einrichtungen setzen verstärkt auf zusätzliche Programme und personalisierte Erlebnisse. Auch die Öffnungszeiten werden oftmals angepasst, um den Familien mehr Flexibilität zu bieten. Zudem steigt die Zahl der Museen, die ihre Ausstellungen speziell auf Kinder und deren Bedürfnisse ausrichten. Dies bedeutet, dass Kinder in einer ansprechenden Umgebung spielerisch lernen können.

Bleiben Sie informiert – Relevantes. Jeden Tag. Lesen Sie, worum es heute wirklich geht: Frankfurt – Stadt im Aufbruch: Protest als treibende Kraft der Demokratie

Foto von picture-alliance/dpa (Archiv)

Teilen Sie dies: