Ein umfassender technischer Ausfall bei Cloudflare hat am Montag spürbare Folgen für Millionen Internetnutzer in Deutschland ausgelöst. Viele berichteten, dass zentrale Dienste wie ChatGPT, X (ehemals Twitter), Instagram, Spotify sowie verschiedene Nachrichten- und Serviceportale nicht mehr erreichbar waren oder minutenlang nicht reagierten, berichtet SoFrankfurt.
Der Vorfall betraf vor allem Webseiten, die Cloudflare als Sicherheits- und Performance-Infrastruktur nutzen.

Die Störung machte sich in Deutschland gegen Mittag bemerkbar, als zahlreiche Plattformen gleichzeitig ungewöhnlich langsam wurden oder komplett offline gingen. Mehrere Internetanbieter bestätigten, dass keine regionalen Netzprobleme vorlagen, was darauf hindeutete, dass die Ursache auf globaler Ebene zu suchen war. Nutzer klagten über Apps, die gar nicht erst starteten, eingeloggte Sitzungen, die abstürzten, sowie Seiten, die nur weiße Bildschirme anzeigten.

Welche Dienste in Deutschland ausgefallen sind

  • ChatGPT – für viele Nutzer komplett nicht erreichbar
  • X (ehemals Twitter) – wiederholte Ladeabbrüche
  • Instagram – unvollständige Seiten, fehlerhafte Feeds
  • Facebook – sporadische Fehlermeldungen
  • Spotify – Login- und Streamingprobleme
  • Deutsche Nachrichtenportale – teilweise keine Inhalte
  • E-Commerce-Shops – Zahlungs- und Warenkorbfehler
  • Ticketanbieter – gestörte Abrufe von Events
  • Service- und Vergleichsseiten – instabile Verbindung

Cloudflare erklärte später, dass ein plötzliches, ungewöhnlich intensives Traffic-Muster einen Teil des internen Routings blockiert habe. Dieser Anstieg habe dazu geführt, dass Anfragen nicht korrekt weitergeleitet wurden und dadurch massenhaft Dienste weltweit einen Fehlercode zurückgaben. Besonders betroffen waren Plattformen mit hohem Datenvolumen wie ChatGPT, X und Facebook, die teilweise über längere Zeit keine Antwort lieferten oder nur fehlerhafte Seiten ausgaben.

In Deutschland traf die Störung sehr unterschiedliche Bereiche: Medienseiten luden nur teilweise, Online-Shops konnten Zahlungen nicht verarbeiten, und mehrere Serviceportale – darunter Ticketanbieter und Vergleichsdienste – mussten ihren Betrieb vorübergehend einschränken. Auch Unternehmen, die Cloudflare als Schutz vor DDoS-Angriffen verwenden, berichteten über Unterbrechungen und eingeschränkte Erreichbarkeit.

Nachdem die technischen Teams von Cloudflare erste Korrekturen eingespielt hatten, normalisierte sich der Betrieb vieler Websites am Nachmittag allmählich. Dennoch meldeten einzelne Nutzer noch bis in den frühen Abend verzögerte Ladezeiten oder sporadische Fehlermeldungen. Die Ursache des ungewöhnlichen Traffic-Anstiegs bleibt laut Cloudflare weiterhin Gegenstand der Untersuchung.

Der Vorfall macht erneut deutlich, wie stark die digitale Infrastruktur in Deutschland von einigen wenigen globalen Netzwerkdienstleistern abhängt. Ähnliche Ausfälle bei Amazon Web Services oder Fastly hatten in der Vergangenheit bereits gezeigt, dass selbst unabhängige Plattformen gleichzeitig getroffen werden können, wenn zentrale Internetknoten versagen.

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