Die Stadt Darmstadt wird die seit fast zehn Jahren bestehende Umweltzone nicht aufheben. Auf Anfrage der FR erklärte die Stadtverwaltung, dass sich die Luftqualität in der Darmstädter Innenstadt seit der Einführung der Umweltzone im November 2015 deutlich verbessert habe. Die Aufrechterhaltung dieser Zone sei daher „ein wichtiger Baustein für den Gesundheitsschutz der Bürgerinnen und Bürger sowie für die kontinuierliche Verbesserung der Luftqualität in Darmstadt“, so die Mitteilung der Stadt. Darüber berichtet SoFrankfurt unter Berufung auf fr.de.
Die gesetzlichen Grenzwerte für Schadstoffe in der Luft konnten jedoch erst eingehalten werden, als die Maßnahmen der dritten Fortschreibung des Luftreinhalteplans am 1. April 2019 in Kraft traten. Diese beinhalteten auch Verkehrsbeschränkungen für ältere Diesel- und Benzinfahrzeuge, die auf der östlichen Hügelstraße und der Heinrichstraße zwischen der Heidelberger Straße und der Karlstraße eingeführt wurden.
Die Stadt Darmstadt verweist dabei auf „Synergieeffekte“, die durch die Kombination der Umweltzone mit weiteren Maßnahmen erzielt werden. Diese umfassen unter anderem ein Durchfahrt- und Nachtfahrverbot für Lastwagen und gezielte Diesel-Fahrverbote auf bestimmten Straßenabschnitten. So wird das Eindringen älterer und stärker emittierender Fahrzeuge in die Innenstadt verhindert. Die Umweltzone ist nicht isoliert zu betrachten, sondern als Teil eines langfristigen Konzepts zur Luftreinhaltung, so die Stadt.
Im Jahr 2015 wurde an der Hügelstation noch eine Stickstoffdioxid-Belastung von 60,5 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft gemessen. Im Vergleich dazu lag der Wert in den Jahren 2023 und 2024 mit 20,3 Mikrogramm pro Kubikmeter deutlich unter dem Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter, was als erheblicher Fortschritt gewertet wird.
Eine abschließende Bewertung zum Umgang mit den derzeit geltenden Verkehrsbeschränkungen müsse das Hessische Umweltministerium vornehmen, so die Stadtverwaltung. Ab 2030 werden jedoch strengere Grenzwerte in Kraft treten, die zusätzliche Anpassungen erforderlich machen könnten.
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Foto von Renate Hoyer

