Im Jahr 2024 wurden in Hessen insgesamt 9,6 Milliarden Euro durch Erbschaften und Schenkungen übertragen – ein deutlicher Rückgang im Vergleich zum Rekordwert von 17,4 Milliarden Euro im Vorjahr. Diese Entwicklung, die einen Rückgang von 44,7 Prozent darstellt, kann auf die außergewöhnlich hohen Schenkungen im Jahr 2023 zurückgeführt werden. Trotz des Rückgangs im Gesamtvolumen ist die Bedeutung der Erbschaften für die hessische Wirtschaft nicht zu unterschätzen. Darüber berichtet SoFrankfurt unter Berufung auf fnp.de.

Die aktuellen Zahlen, die vom Statistischen Landesamt Wiesbaden am 7. August veröffentlicht wurden, verdeutlichen, dass der größte Teil dieser Vermögensübertragungen in Form von Erbschaften erfolgte. Etwa 6,5 Milliarden Euro, was rund zwei Dritteln des gesamten Betrags entspricht, wurden durch Erbschaften übertragen. Schenkungen trugen mit rund 3,1 Milliarden Euro nur einen kleineren Anteil bei. Dies zeigt, wie stark Erbschaften auch weiterhin eine Rolle bei der Vermögensverteilung in Hessen spielen.

Trotz des Rückgangs im Gesamtbetrag stiegen jedoch die Steuereinnahmen des Landes Hessen. Durch die Erbschaftssteuer flossen insgesamt 1,2 Milliarden Euro in den Landeshaushalt, was einem Anstieg von 66,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Erbschaftssteuer wird auf den sogenannten steuerpflichtigen Erwerb berechnet, wobei Freibeträge und Steuerbefreiungen berücksichtigt werden. Dieser Anstieg der Steuereinnahmen ist besonders bemerkenswert, da er auf eine zunehmende Steuerlast durch hohe Erbschaften hindeutet, auch wenn das Gesamtvolumen an übertragenem Vermögen gesunken ist.

Trotz des positiven Effekts auf die Steuereinnahmen gibt es in Hessen weiterhin Unmut über andere wirtschaftliche Themen. So fordern Bürgerinitiativen, insbesondere in der Nähe des Frankfurter Flughafens, eine Erhöhung der Nachtfluggebühren. Diese Forderungen wurden laut und deutlich erhoben, da die nächtlichen Flüge weiterhin eine Quelle der Belästigung für die Anwohner darstellen. Während sich die Diskussion um die Nachtschließzeiten intensiviert, zeigt sich Hessen im Bereich der Erbschaften und Schenkungen als weiterhin finanziell stabil und profitabel.

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Foto von picture alliance / dpa

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