Am Freitagmorgen ist in Castrop-Rauxel ein Tanklastwagen in Brand geraten und explodiert. Zwei Menschen erlitten dabei lebensgefährliche Verletzungen, zwei weitere wurden leicht verletzt. Die Explosion ereignete sich in einer Lkw-Werkstatt in der Nähe des Westrings. Laut Feuerwehr kam es zu dem Unglück während Wartungsarbeiten an einem Flüssiggas-Transporter, der eine Mischung aus Propan und Butan geladen hatte. Zum Zeitpunkt der Explosion war der Tank zwar mit Stickstoff gespült, dennoch kam es zu einer heftigen Detonation, die Teile der Werkstatt zerstörte. Darüber berichtet die Redaktion SoFrankfurt, unter Berufung auf WDR.
Bei der Explosion wurden ein 50-jähriger Mann aus Herscheid und ein 22-jähriger aus Herten lebensgefährlich verletzt. Beide befanden sich zum Zeitpunkt der Detonation in einem angrenzenden Bürogebäude. Sie erlitten schwere Brandverletzungen und wurden mit Rettungshubschraubern in Spezialkliniken geflogen. Zwei weitere Menschen kamen mit leichten Verletzungen davon.
Eine dichte schwarze Rauchwolke war kilometerweit sichtbar und zog zeitweise über die Autobahn 42. Die Sicht auf der Fahrbahn war stark eingeschränkt. Die Polizei rief Autofahrer dazu auf, das Gewerbegebiet im Stadtteil Behringhausen weiträumig zu umfahren. Rund 60 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren vor Ort, unterstützt von Kollegen aus Herne. Die Löscharbeiten konnten am späten Vormittag beendet werden.
Warnung über App und Ermittlungen der Polizei
Die Warn-App „Nina“ schlug Alarm, da gesundheitliche Risiken durch den Rauch zunächst nicht ausgeschlossen werden konnten. Anwohner wurden gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Nach Messungen der Feuerwehr gab es am späten Vormittag Entwarnung: Es wurden keine gefährlichen Schadstoffe in der Luft festgestellt. Der Brandort wurde anschließend von der Polizei beschlagnahmt. Ermittler machten Drohnenaufnahmen der ausgebrannten Halle und bereiten die Untersuchungen vor, die Anfang der kommenden Woche beginnen sollen.
Am Brandort waren sichtbare Schäden enorm: die Werkstatthalle ist vollständig ausgebrannt, und die Ermittler müssen erst prüfen, ob sie überhaupt betreten werden kann.
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Foto von: n-tv.de


