Am 15. Oktober 2025 lädt das europäische Projektkonsortium APACE im Rahmen der Frankfurter Buchmesse zu einem doppelten Fachprogramm ein, das sich der Zukunft barrierefreier Publikationen widmet. Die Veranstaltung richtet sich an Verlage, Medienhäuser, Bibliotheken sowie Fachleute aus der Schweiz, Deutschland und anderen europäischen Ländern, die sich mit der Umsetzung zugänglicher Publikationsstandards beschäftigen. Dabei steht im Zentrum, wie Qualitätssicherung und Metadaten den Zugang zu Wissen für alle Menschen verbessern können. Darüber berichtet SoFrankfurt unter Berufung auf europeanaccessibilitydirectory.eu.
Das Programm gliedert sich in zwei aufeinanderfolgende Teile:
- 16:00–16:30 Uhr: Seminar zur Einführung in barrierefreies Publizieren
- 16:30–17:30 Uhr: Meet-up mit Fachleuten, Diskussion und Networking
Beide Programmpunkte sind offen für alle Besucher:innen der Frankfurter Buchmesse, die sich für inklusive Publikationsprozesse, Qualitätsmanagement und neue Metadatenstandards interessieren.
Während des Seminars werden aktuelle Herausforderungen und Lösungsansätze vorgestellt, die in der europäischen Verlagswelt zunehmend an Bedeutung gewinnen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie digitale Inhalte so gestaltet werden können, dass sie von Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen genutzt werden können. Besonders diskutiert wird:
- Wie Metadaten helfen, barrierefreie Publikationen auffindbar und kompatibel zu machen
- Welche europäischen Standards künftig verbindlich werden
- Wie Verlage ihre Workflows anpassen können
- Welche Schulungen für Mitarbeitende notwendig sind
Das anschließende Meet-up bietet die Möglichkeit, die Inhalte des Seminars praktisch zu vertiefen. Nach einem Empfang mit Getränken und Snacks können Teilnehmende an zwei thematischen Tischen teilnehmen:
- Qualitätssicherung – Wie wird Barrierefreiheit messbar und überprüfbar?
- Metadaten und Standards – Wie lassen sich Informationen konsistent pflegen und automatisieren?
Dieses offene Format soll den direkten Austausch fördern und zur Entwicklung gemeinsamer Lösungen beitragen.
Das Projekt APACE (Accelerating Publishing Accessibility through Collaboration in Europe) wird im Rahmen des EU-Programms Creative Europe gefördert. Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen Verlagen, Fachinstitutionen und Forschungseinrichtungen zu stärken, um die Zugänglichkeit von Publikationen in Europa nachhaltig zu verbessern. Das Projekt arbeitet mit Expert:innen aus mehreren Ländern zusammen, darunter Deutschland, Frankreich, Italien und die Schweiz, die mit guten Praxisbeispielen und technischen Lösungen zur Diskussion beitragen.
Besonderes Augenmerk liegt auf der Schweiz, wo innovative Modelle zur barrierefreien Publikation und Metadatenverwaltung entwickelt wurden. Diese dienen europäischen Partnern als Orientierung, um bestehende Systeme zu verbessern und international kompatible Strukturen zu schaffen.
Weitere Informationen, Updates und Materialien finden Interessierte auf den offiziellen Webseiten:
- European Accessibility Directory: www.europeanaccessibilitydirectory.eu
- Frankfurter Buchmesse: www.buchmesse.de
- Creative Europe Programme: culture.ec.europa.eu
Das APACE-Seminar ist damit nicht nur ein Fachtermin, sondern ein Signal für die Zukunft der europäischen Publikationsbranche. Barrierefreiheit ist kein Trend, sondern Voraussetzung für eine faire und inklusive Wissensgesellschaft.
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Foto von publishers.org.uk


