Am Donnerstagmorgen (23. Oktober) herrschte im gesamten Rhein-Main-Gebiet Chaos auf den Schienen. Pendler mussten sich auf deutliche Verzögerungen und Ausfälle im S-Bahn-Verkehr einstellen. Besonders betroffen waren die Linien S1 und S6, die in großen Teilen des Netzes nur eingeschränkt oder gar nicht verkehrten. Darüber berichtet SoFrankfurt unter Berufung auf fnp.de.
Laut RMV begann der Störungstag bereits in den frühen Morgenstunden: Zwischen Wetterau und Südhessen kam es auf der S6 zu massiven Betriebsproblemen. Die Züge mit Start und Ziel in Friedberg und Langen konnten den Abschnitt zwischen Langen und „Frankfurt Südbahnhof“ nicht befahren – der gesamte Abschnitt musste aufgrund einer technischen Störung an der Strecke ausgesetzt werden. Zwar liefen die Fahrten der S6 mit Start und Ziel in Darmstadt planmäßig, doch auch hier traten Verzögerungen und kurzfristige Teilausfälle zwischen Bad Vilbel und Groß-Karben auf.
Auch die Linie S1 zwischen Wiesbaden und Rödermark-Ober-Roden war stark eingeschränkt. Wegen eines kurzfristigen Personalausfalls wurde der Taktverkehr am Donnerstagmorgen auf 30 Minuten reduziert, wie der RMV erklärte. Pendler mussten längere Wartezeiten einplanen, viele Anschlussverbindungen gingen verloren.
Neben diesen gravierenden Einschränkungen kam es zusätzlich zu Problemen auf weiteren Linien: In Zeppelinheim sorgte eine defekte Weiche für erhebliche Verspätungen bei der S7 sowie beim Regionalexpress RE70. Besonders betroffen waren Reisende, die aus dem Süden in Richtung Frankfurt unterwegs waren. Auch auf der Regionalbahnlinie RB86 wurde der Betrieb teilweise durch Busse ersetzt. So fielen die Züge von Groß-Umstadt Wiebelsbach nach Hanau Hauptbahnhof um 7.40, 9.40 und 11.40 Uhr aus; in Gegenrichtung von Hanau Hauptbahnhof nach Groß-Umstadt Wiebelsbach um 8.40, 10.40 und 12.40 Uhr.
Hinzu kam eine weitere Störung im Westen Frankfurts: Zwischen Rödelheim und Eschborn-Niederhöchstadt blieb am frühen Morgen ein Zug defekt im Gleis liegen. Dies führte auf den Linien S3 und S4 zu zusätzlichen Verspätungen, da die Strecke zeitweise nur eingleisig befahrbar war.
Parallel zum Bahnchaos verschärfte sich die Verkehrssituation auf den Straßen. Auf der A3 in Richtung Frankfurt kam es zu mehreren Unfällen, die den Berufsverkehr massiv beeinträchtigten. In der Gegenrichtung blockierte ein verkeilter Sattelzug eine Autobahnausfahrt bis in die frühen Morgenstunden, was zu weiteren Rückstaus führte.
Für viele Pendler im Rhein-Main-Gebiet bedeutete dieser Donnerstagmorgen einen mühsamen Start in den Tag – mit überfüllten Bahnsteigen, langen Wartezeiten und unklaren Anschlussverbindungen.
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Foto von Boris Roessler/dpa







