Der Saukopftunnel an der B38 zwischen Birkenau (Bergstraße) und Weinheim (Baden-Württemberg) wird nach knapp vier Wochen Sperrung am Freitag wieder für den Verkehr freigegeben. Das Regierungspräsidium Karlsruhe bestätigte, dass die umfassend sanierten Anlagen nun in Betrieb gehen können. Eigentlich war die Wiedereröffnung bereits für den vergangenen Samstag vorgesehen, doch ein gravierender Defekt an der Steuerung der Rauchabzugsklappen führte zu einer Verzögerung. Darüber berichtet SoFrankfurt unter Berufung auf hessenschau.ch.
Nach Angaben der Behörde stellte die Störung ein „schwerwiegendes Sicherheitsrisiko“ dar. Im Falle eines Brandes hätten Rauch und giftige Gase nicht zuverlässig abgeführt werden können. Deshalb musste die Wiederinbetriebnahme verschoben werden, bis die Mängel behoben waren. Die Reparatur gestaltete sich besonders aufwendig: Alle beweglichen Komponenten sowie die Antriebstechnik der Klappen wurden einzeln geprüft und getestet, bevor die Freigabe erfolgen konnte.
Die Vollsperrung des Tunnels war Ende Juli notwendig geworden, um die inzwischen veraltete Sicherheitstechnik grundlegend zu erneuern. Zu den Maßnahmen gehörten der Austausch von Videoüberwachung und Brandmeldeanlagen, eine neue Beleuchtung sowie die Modernisierung weiterer technischer Systeme. Insgesamt wurden 77 Kameras, 460 LED-Leuchten, 40 Messgeräte und 22 Wechselverkehrszeichen ersetzt. Zudem verlegte man rund 16 Kilometer neue Kabel. Die Kosten für diese Maßnahmen belaufen sich auf 3,4 Millionen Euro, die vom Bund getragen werden.
Parallel nutzte auch Hessen Mobil die Gelegenheit, zusätzliche Arbeiten am Bauwerk durchzuführen. Dazu gehörte die Erneuerung von 50 Drainageschachtabdeckungen sowie der Bau einer neuen Betriebstreppe, die im Ernstfall als Flucht- und Rettungsweg dienen soll. Diese Ergänzungen tragen zusätzlich zur Betriebssicherheit des Tunnels bei und schließen die umfassende Sanierung sinnvoll ab.
Mit der Wiedereröffnung des fast drei Kilometer langen Saukopftunnels steht nun eine der wichtigsten Verkehrsachsen der Region wieder ohne Einschränkungen zur Verfügung. Für Pendler, den regionalen Wirtschaftsverkehr und den überregionalen Transit bedeutet dies eine spürbare Entlastung nach mehreren Wochen Umleitungen.
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