In den Nächten von Montag, dem 23. Februar, bis Donnerstag, dem 26. Februar 2026, kommt es im Frankfurter U-Bahn-Netz zu erheblichen betrieblichen Einschränkungen auf den Linien U4 und U5. Jeweils im Zeitraum von ca. 23:00 Uhr bis 03:30 Uhr des Folgetags wird der Betrieb der Linie U4 vollständig eingestellt, während die Linie U5 lediglich auf dem verkürzten Abschnitt zwischen Preungesheim und Hauptfriedhof verkehrt. Grund für diese nächtlichen Maßnahmen sind notwendige Testfahrten der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) im Zusammenhang mit der Implementierung des neuen digitalen Zugsicherungssystems „Digital Train Control Frankfurt (DTC)“, berichtet die Redaktion von SoFrankfurt unter Berufung auf frankfurt.
Umfangreiches Ersatzkonzept und alternative Linienführungen
Um die Auswirkungen für die Fahrgäste zu minimieren, haben traffiQ und VGF ein detailliertes Ersatzangebot auf Schiene und Straße koordiniert. Als direkter Ersatz für die entfallende U4 wird die Kapazität auf den Linien U6 und U7 deutlich erhöht; beide Linien verkehren bis Betriebsende mit Drei-Wagen-Zügen, wobei die U7 einen 15-Minuten-Takt zur Anbindung von Enkheim und Riederwald sicherstellt. Im Straßenbahnsektor wird die Linie 12 zwischen Hauptbahnhof/Münchner Straße und Hugo-Junkers-Straße auf einen 15-Minuten-Takt verstärkt, um zentrale Stationen wie Willy-Brandt-Platz, Römer/Paulskirche sowie Ziele im Nordend und Bornheim zu bedienen.
Zusätzlich überbrückt die Straßenbahnlinie 16 den U4-Abschnitt zwischen Hauptbahnhof und Bockenheimer Warte im Viertelstundentakt. Für den gesperrten Teil der Linie U5 wird ein Schienenersatzverkehr (SEV) mit Bussen eingerichtet, der zwischen der Konstablerwache und der Haltestelle Marbachweg/Sozialzentrum pendelt. Fahrgäste können zudem auf das dichte S-Bahn-Netz zwischen Hauptbahnhof und Konstablerwache ausweichen oder die Straßenbahnlinien 11 und 14 nutzen, wobei letztere Bornheim über den Zoo und die Wittelsbacherallee anbindet. In den tiefen Nachtstunden stehen zudem die Nachtbuslinien N4 und N5 zur Verfügung.
Digital Train Control: Modernisierung für die Frankfurter Mobilität
Die nächtlichen Testfahrten sind essenzieller Bestandteil des Großprojekts „Digital Train Control Frankfurt“ (DTC), welches als eines der bedeutendsten Zukunftsvorhaben für den öffentlichen Nahverkehr der Stadt gilt. Die neue digitale Technik ermöglicht eine höhere Zugdichte auf bestehenden Strecken, was die Kapazität des Netzes ohne teure Tunnelneubauten steigert. DTC verbessert laut VGF nicht nur die Taktgenauigkeit und Zuverlässigkeit, sondern führt auch zu einer Energieersparnis von bis zu 25 Prozent.
Übersicht der wichtigsten Fahrplananpassungen
| Linie | Maßnahme / Änderung | Taktung / Kapazität |
| U4 | Komplette Einstellung | Ersatz durch U6, U7, Tram 12 & 16 |
| U5 | Nur Preungesheim <-> Hauptfriedhof | SEV-Busse ab Konstablerwache |
| U6 / U7 | Kapazitätserweiterung | Drei-Wagen-Züge / 15-Min-Takt (U7) |
| Tram 12 | Taktverdichtung | 15-Minuten-Takt |
| Tram 16 | Ersatz für U4-Westast | 15-Minuten-Takt |
| SEV-Bus | Ersatz für U5-Südast | Konstablerwache <-> Marbachweg |
Die Fahrgäste werden gebeten, die RMV-Fahrplanauskunft über die App RMVGo oder die Website rmv-frankfurt.de zu nutzen, da alle Änderungen bereits in das System eingepflegt wurden. Das RMV-Servicetelefon ist zudem unter der Rufnummer 069/24248024 rund um die Uhr für individuelle Beratungen erreichbar. Die VGF weist darauf hin, dass im weiteren Jahresverlauf zusätzliche Sperrungen für das DTC-Projekt erforderlich sein werden, über die zeitnah informiert wird.
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