Der Profisport erscheint oft als Welt voller Medaillen, großer Verträge und Glamour. In Wirklichkeit sieht der Alltag für viele Athleten ganz anders aus: Trainingslager, Reisen und Regeneration kosten oft mehr, als Preisgelder einbringen. Genau in dieser Situation befand sich der neuseeländische Ruderer Robbie Manson – einer der herausragendsten Skuller der Welt, Weltrekordhalter und Medaillengewinner bei Weltmeisterschaften. Nach seinem Karriereende im Jahr 2020 kehrte er überraschend in den Sport zurück. Dabei half ihm nicht nur sein Wille, sondern auch eine zusätzliche Finanzierungsquelle – die Plattform OnlyFans. Darüber berichtet SoFrankfurt unter Berufung auf Wikipedia.

Warum Robbie Manson sich für OnlyFans entschied

Nach seinem Rücktritt 2020 arbeitete Manson zunächst als Trainer. Doch die Rückkehr in den Leistungssport 2022–2023 erforderte enorme finanzielle Mittel: Regeneration, Trainingslager und internationale Wettbewerbe kosteten zehntausende Dollar. Klassische Sponsoren zögerten, einen Athleten zu unterstützen, der seine Karriere bereits offiziell beendet hatte.

In dieser Lage traf Manson eine untypische Entscheidung – er eröffnete einen Account auf OnlyFans. Er betonte, dass es nicht um Provokation ging, sondern darum, eine stabile Einnahmequelle zu schaffen. Der Content bestand vor allem aus sportlichen und ästhetischen Fotos, die schnell die Aufmerksamkeit der Fans erregten. Wie der Athlet erklärte:

„Ich wollte nicht von zufälligen Sponsoren abhängig sein. OnlyFans gab mir Freiheit und die Möglichkeit, mein Training selbst zu finanzieren.“

Hauptgründe für diese Wahl

  • Wegfall der Sponsoren nach dem Rücktritt.
  • Hohe Kosten für Trainingslager und Regeneration.
  • Wunsch, das eigene Image zu kontrollieren.
  • Streben nach Unabhängigkeit von Förderern.
  • Direkter Kontakt zu Fans ohne Vermittler.

Wie viel er verdienen konnte

Bereits nach wenigen Monaten verdiente Manson Summen, die seine Preisgelder bei Weltcup-Etappen deutlich übertrafen. Zum Vergleich: Ein Sieg bei nationalen Wettkämpfen bringt nur einige tausend Dollar, während eine stabile Abonnentenbasis auf der Plattform einen kontinuierlichen Einkommensstrom garantiert. Dies ermöglichte ihm, Schulden zu begleichen, in Physiotherapie zu investieren und sich vollständig auf die Rückkehr in den Spitzensport vorzubereiten.

Finanzielle Eckdaten:

  • Sieg bei nationalen Wettbewerben: einige tausend Dollar.
  • Teilnahme an internationalen Turnieren: ca. 5.000–10.000 $.
  • Erste Monate auf OnlyFans: über 100.000 $ Gesamteinnahmen.

So investierte er die Einnahmen

  1. Finanzierung von Reha-Programmen nach Verletzungen.
  2. Engagement von Top-Physiotherapeuten und Trainern.
  3. Finanzierung von Trainingslagern und internationalen Reisen.
  4. Abdeckung der laufenden Lebenshaltungskosten.
  5. Langfristige Vorbereitung auf die Olympischen Spiele.

Reputation und Sport: der Spagat

Nicht alle bewerteten Mansons Schritt positiv. Einige Experten befürchteten, dass OnlyFans seinem Image schaden könnte. Doch er setzte klare Grenzen, vermied explizite Inhalte und bewahrte damit seinen professionellen Status.

Manson betonte:

„Ich bin in erster Linie Sportler. Der Content auf der Plattform ist nur ein Mittel, unabhängig zu bleiben und meine Form zu sichern.“

Sein Beispiel löste eine Diskussion aus: Sollten Athleten für alternative Einnahmequellen kritisiert oder eher für ihre Anpassungsfähigkeit unterstützt werden? Im Fall von Manson gelang die Balance zwischen Reputation und finanzieller Realität überzeugend.

Ein breiterer Trend im Sport

Der Fall Manson ist kein Einzelfall. Immer mehr Sportler – insbesondere außerhalb der absoluten Weltspitze – wenden sich Plattformen wie OnlyFans, Patreon oder Twitch zu. Dies ermöglicht ihnen den direkten Austausch mit Fans, den Aufbau einer eigenen Marke und regelmäßige Einnahmen.

In einer Sportwelt, in der Preisgelder ungleich verteilt sind und Sponsoren meist nur Stars unterstützen, sind digitale Plattformen zu einer realen Rettung geworden. Mansons Geschichte verdeutlicht diesen Trend: Neue Finanzierungsmodelle sind längst kein Tabu mehr, sondern werden zu einem festen Bestandteil des Profisports.

10 Fakten über Robbie Manson

  1. Geboren am 11. Oktober 1989 in Neuseeland.
  2. Wuchs in einer Sportlerfamilie auf: Vater Greg war 1985 neuseeländischer Meister im Leichtgewichts-Einer.
  3. Sein Bruder Karl startete ebenfalls international im Rudern.
  4. 2009 gewann er Gold bei der U23-Weltmeisterschaft.
  5. 2015 holte er Bronze bei der Ruder-WM in Aiguebelette-le-Lac.
  6. 2017 stellte er im Einer mit 6:30,74 Minuten einen Weltrekord auf, der bis heute gilt.
  7. Im selben Jahr wurde er Weltmeister in Posen.
  8. 2014 outete er sich öffentlich als homosexuell – einer der ersten offen schwulen Athleten im Rudersport.
  9. Er beendete seine Karriere 2020, kehrte jedoch 2022–2023 zurück.
  10. Dank Einnahmen aus OnlyFans finanzierte er seine Vorbereitung und qualifizierte sich für Olympia 2024 in Paris.

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Fotos von row-360

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