Am Mittwochmorgen, den 17. September, kam es gegen 10 Uhr in der Rhein-Main-Region zu zwei lauten Knallgeräuschen, die zahlreiche Menschen erschreckten und sogar Fenster zum Vibrieren brachten. Viele Anwohnerinnen und Anwohner meldeten sich umgehend in den sozialen Medien und zeigten sich besorgt über die detonationsähnlichen Geräusche. Darüber berichtet SoFrankfurt unter Berufung auf fr.de.

Nach Angaben des Luftfahrtamtes der Bundeswehr waren zwei Eurofighter vom Fliegerhorst Nörvenich bei Köln gestartet, nachdem der Funkkontakt zu einem zivilen Flugzeug im deutschen Luftraum unterbrochen war. In solchen Fällen steigt die Luftwaffe routinemäßig auf, um eine sogenannte Sichtidentifizierung durchzuführen. Ziel ist es, die Maschine aus der Nähe zu überprüfen und sicherzustellen, dass keine Gefahr für die zivile Luftfahrt oder die Bevölkerung besteht.

Der Flugweg der Kampfjets führte von Meisenheim in Rheinland-Pfalz in nordöstlicher Richtung bis nach Taunusstein. Dabei erreichten die Maschinen eine Höhe von rund 9800 Metern und überschritten auf diesem Abschnitt die Schallgeschwindigkeit. Durch das Durchbrechen der Schallmauer entstand ein Überschallknall, der im gesamten Gebiet von Limburg bis Eschborn deutlich zu hören war. Laut Polizeiangaben handelte es sich nicht um eine Explosion, sondern um das typische akustische Phänomen, das beim Überschreiten der Schallgeschwindigkeit auftritt.

Ein Sprecher der Bundeswehr erklärte, dass bei solchen Manövern häufig zwei Knalle hörbar sind: Einer entsteht an der Flugzeugnase, ein weiterer am Heck der Maschine, da beide Bereiche einen Schalltrichter erzeugen können. Für die Bevölkerung sei die Situation zwar laut und verstörend, jedoch bestehe keinerlei Gefahr.

Bereits am Freitag, den 19. September, bestätigte die Bundeswehr gegenüber dem Hessischen Rundfunk, dass der Auslöser ein ziviles Flugzeug war, das offenbar sein Transpondersignal nicht korrekt eingeschaltet hatte. Dadurch war zeitweise kein Funkkontakt möglich, was den Einsatz der Eurofighter erforderlich machte. Erst durch die Annäherung konnte die Identität der Maschine zweifelsfrei geklärt werden. Die Bundeswehr betonte, dass solche Einsätze zwar selten, aber notwendiger Bestandteil der Luftsicherheit seien.

Das Ereignis reiht sich ein in eine Serie von Maßnahmen, mit denen die Bundeswehr ihre Einsatzbereitschaft unter Beweis stellt. Parallel dazu wurde bekannt, dass Hessen kürzlich eine Vereinbarung unterzeichnet hat, die es der Bundeswehr und NATO-Partnern ermöglicht, schweres Kriegsgerät unbürokratisch über hessische Straßen zu transportieren. Damit soll die militärische Reaktionsfähigkeit in Krisensituationen erhöht werden.

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Foto von fr.de

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