In Nordhessen und Niedersachsen müssen sich die Menschen in den kommenden Tagen auf ungewohnte Geräusche einstellen. Von Montag bis Donnerstag plant die Bundeswehr Nachtübungen mit Kampfhubschraubern in niedriger Höhe. Die Militärübungen werden von Fritzlar aus koordiniert und sollen unter anderem über Wohngebiete hinwegführen. Besonders in den späten Abendstunden ist mit erhöhter Lärmbelastung zu rechnen. Darüber berichtet SoFrankfurt unter Berufung auf fnp.de.
Das Kampfhubschrauberregiment 36 in Fritzlar gab bekannt, dass die Maschinen teilweise in Höhen von unter 30 Metern fliegen werden. „Dabei kann es möglicherweise zu einer erhöhten Lärmbelastung kommen. Es wird versucht, das Übungsgebiet stetig zu wechseln“, teilte das Regiment in einer offiziellen Stellungnahme mit. Die Einheiten betonen, dass solche Trainings notwendig seien, um die Piloten im Ernstfall einsatzbereit zu halten.
Die Nachtflüge beschränken sich nicht nur auf Hessen. Laut Bundeswehr sind auch angrenzende Bundesländer betroffen: Thüringen, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Innerhalb Hessens liegen die Schwerpunkte der Flugbewegungen über Alsfeld, Marburg, Allendorf an der Eder, Korbach und Bad Hersfeld. In Niedersachsen ist vor allem die Region um Göttingen in die Übung eingebunden.
Ein Bild der Bundeswehr zeigt den Kampfhubschrauber „Tiger“ im Einsatz – jener Hubschrauber, der bei den Trainingsflügen eingesetzt wird. Damit sollen die Piloten auf komplexe Szenarien vorbereitet werden, die auch nächtliche Tiefflüge über schwieriges Gelände einschließen.
Das Regiment erklärte, die Übung diene der „Herstellung und Erhaltung der Einsatzbereitschaft unserer Piloten“ sowie der „Weiterbildung junger Kameraden“. Besonders die jüngeren Besatzungsmitglieder sollen unter realistischen Bedingungen geschult werden.
In einer weiteren Mitteilung betonte die Bundeswehr: „Wir fliegen und üben für Ihre Sicherheit und bitten um Verständnis.“ Damit versucht das Regiment, mögliche Sorgen und Beschwerden der Bevölkerung abzufedern. Gleichzeitig wird verdeutlicht, dass die Übungen im Rahmen der NATO-Verpflichtungen und zur Sicherung der Einsatzfähigkeit notwendig seien.
Anwohner in den betroffenen Regionen sind daher aufgefordert, sich auf die kommenden Tage einzustellen. Besonders in den späten Abendstunden und in der Nacht könnten die Kampfhubschrauber deutlich zu hören sein.
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Foto von Julien Becker/Imago








