In der Nacht zum Dienstag erlebten zahlreiche Menschen in Hessen und anderen Bundesländern ein außergewöhnliches Himmelsphänomen: Ein rätselhafter Lichtschweif zog über den Nachthimmel und sorgte für Aufsehen. Experten erklärten schnell, dass das Phänomen von einer Long March 8 Rakete ausgelöst wurde, die am Montagabend gestartet war. Laut Hansjürgen Köhler von der UFO-Meldestelle Cenap handelte es sich um einen speziellen Effekt, der durch den Start der chinesischen Rakete und das Ablassen von Treibstofftröpfchen verursacht wurde. Diese Tröpfchen froren in den extrem niedrigen Temperaturen des Weltraums sofort zu Eiskristallen und reflektierten das Sonnenlicht, was den markanten Lichtstreifen am Himmel erzeugte. Darüber berichtet SoFrankfurt unter Berufung auf fr.de.

Das leuchtende Phänomen war nicht nur in Hessen, sondern auch in anderen Regionen wie Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, der Schweiz und Österreich sichtbar. Besonders in Hessen meldeten sich viele aufgeregte Bürger bei der Meldestelle für Himmelsphänomene in Lützelbach im Odenwaldkreis. Die Forscher erklärten, dass es sich um einen gewöhnlichen Vorgang handelt, der oft bei Raketenstarts zu beobachten ist. Nachdem die Rakete ihre erste Erdumrundung abgeschlossen hatte, wurde die zweite Treibstoffstufe gezündet, was den spektakulären Effekt auslöste.

Der Lichtschweif weckte Erinnerungen an ein ähnliches Himmelsereignis, das im März dieses Jahres ebenfalls über Hessen zu sehen war, als ein anderes Raumfahrtphänomen den Himmel erleuchtete. Laut einem Experten der europäischen Raumfahrtbehörde Esa sei das Ablassen von Treibstoff in der Luft keine ungewöhnliche Praxis bei Raketenstarts. Es handelt sich vielmehr um eine gewohnte Methode, um die Rakete in ihre Umlaufbahn zu bringen. In diesem Fall hatte die Long March 8 Rakete erfolgreich mehrere Satelliten ins All transportiert, wie die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

Zu Beginn hatte das Centrale Erforschungsnetz außergewöhnlicher Himmelsphänomene (Cenap) auch eine andere Möglichkeit geprüft. Da zeitgleich neue Starlink-Satelliten ins All geschossen wurden, war zunächst unklar, ob diese für das Phänomen verantwortlich sein könnten. Doch nach Sichtung der Fotos war schnell klar, dass es sich nicht um die typischen Lichtpunkte handelte, die Starlink-Satelliten hinterlassen. Diese Satelliten erzeugen eher punktuelle Lichtspuren, die in der Regel keine zusammenhängenden Streifen bilden. So wurde schließlich bestätigt, dass die chinesische Rakete die Ursache des bemerkenswerten Lichtphänomens war.

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Foto von VCG/Imago

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