Im November 2025 wird am Flughafen Frankfurt ein Kapitel Luftfahrtgeschichte geschlossen: Die Fluggesellschaft Condor verabschiedet sich endgültig von der Boeing 757, die über Jahrzehnte das Bild der Flotte prägte. Damit setzt das Unternehmen nach 35 Jahren konsequent auf eine reine Airbus-Flotte. Darüber berichtet SoFrankfurt unter Berufung auf fnp.de.
Der Abschiedsflug ist für den 5. November angesetzt. Geplant ist eine symbolträchtige Reise von Frankfurt nach Wien, wo ein offizielles „Farewell-Event“ stattfinden soll. Der Rückflug wird zur Feier für Luftfahrt-Enthusiasten: An Bord der letzten Boeing 757-300 von Condor ist eine Party vorgesehen. Insgesamt 75 exklusive Tickets werden ab dem 22. September im Online-Shop der Airline versteigert.
In einer offiziellen Stellungnahme betonte Condor-COO Christian Schmitt: „Mit dem Abschied von der Boeing 757 endet eine Ära bei Condor. Gleichzeitig starten wir damit in ein neues Zeitalter mit einer modernen, effizienten und nachhaltigeren Airbus-Flotte.“ Dieser Schritt unterstreicht die strategische Neuausrichtung der Airline hin zu größerer Treibstoffeffizienz und ökologischer Nachhaltigkeit.
Die Boeing 757 spielte seit 1996 eine zentrale Rolle in der Unternehmensgeschichte. Insgesamt 35 Maschinen dieses Typs wurden bei Condor eingesetzt, wovon heute nur noch sieben im aktiven Dienst stehen. Ihr letzter regulärer Linienflug ist für den 2. November terminiert: Von Frankfurt geht es nach Hurghada in Ägypten und von dort zurück in die Mainmetropole – der letzte Einsatz mit Passagieren an Bord.
Die emotionale Verabschiedung fällt in eine Zeit, die für die deutsche Luftfahrtbranche von Spannungen geprägt ist. Während Condor die Modernisierung seiner Flotte vorantreibt, stocken bei Lufthansa die Tarifverhandlungen mit der Kabinengewerkschaft Ufo. Hinzu kommt, dass auch die Pilotengewerkschaft mit Streiks droht.
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