Ein Mann in Ludwigsburg hat einen Luxus-SUV mit einem Neupreis von rund 100 000 Euro gekauft – und kurz darauf bemerkt, dass das Fahrzeug kaum bremst. Eine spätere Untersuchung brachte ein schockierendes Ergebnis: In den vorderen Bremssätteln waren passgenaue Bremsklötze aus Holz eingebaut. Darüber berichtet die Redaktion SoFrankfurt, unter Berufung auf Facebook-Account des Polizeipräsidiums Ludwigsburg.

Das Auto war zuvor von einer Firma über eine Online-Auktionsplattform erworben und an einen Mitarbeiter übergeben worden. Bereits nach wenigen Fahrkilometern stellte der Fahrer fest, dass das Fahrzeug keine Bremsleistung zeigte. Daraufhin alarmierte er den Abschleppdienst und die Polizei, die den SUV zu einem Autohaus bringen ließen. Dort fiel sofort auf, dass an den vorderen Felgen verbrannter Holzstaub haftete – ein Hinweis auf starke Reibung.

Beim Abmontieren der Reifen zeigte sich das ganze Ausmaß: In den vorderen Bremssätteln befanden sich sorgfältig zugeschnittene Holzklötze anstelle der üblichen Bremsbeläge. Auf einem der improvisierten Bremsklötze war mit Filzstift der Name eines bekannten Autoteilzulieferers geschrieben. Die Polizei kommentierte den Vorfall mit den Worten: „So etwas sieht man nicht alle Tage – kreativ, aber lebensgefährlich.“

Polizeipräsidium Ludwigsburg/dpa

Nach Angaben der Polizei wurde gegen den Erstbesitzer des Fahrzeugs Anzeige erstattet. Die Hintergründe des Falls sind derzeit Gegenstand laufender Ermittlungen. Noch ist unklar, ob es sich um einen absichtlichen Betrug, eine gefährliche Manipulation oder einen bizarren Scherz handelt. Sicher ist nur: Der Vorfall hätte schwerwiegende Folgen haben können.

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