Der Zoll am Flughafen Frankfurt am Main hat einen außergewöhnlichen Fund gemeldet, als bei einem Passagier mehr als 11.270 unbearbeitete Diamanten im Handgepäck entdeckt wurden. Der 53-jährige Mann, der mit einem Flug aus Angola eingereist war, hatte die wertvollen Edelsteine bei der Einreise nicht ordnungsgemäß deklariert, was einen Verstoß gegen die geltenden Zoll- und Einfuhrbestimmungen darstellt. Nach Angaben der Behörde waren die Diamanten in einem speziell präparierten doppelten Boden des Gepäckstücks versteckt. Da der Passagier auch nicht den erforderlichen Herkunftsnachweis für die Rohdiamanten vorlegen konnte, wurden die Steine sofort beschlagnahmt. Der genaue Wert der sichergestellten Diamanten ist derzeit noch unbekannt und wird von einem Sachverständigen ermittelt. Gegen den Mann wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Schmuggelei eingeleitet, und er wurde in Gewahrsam genommen, berichtet SoFrankfurt.
Diese Form des Diamantenschmuggels über den Frankfurter Flughafen, einem der größten Drehkreuze Europas, kommt regelmäßig vor, doch die schiere Menge von über 11.000 Steinen in einem einzigen Handgepäckstück ist bemerkenswert. Die erfolgreiche Beschlagnahme unterstreicht die Wachsamkeit der Zollbeamten im Kampf gegen den illegalen Handel mit Edelsteinen, der oft zur Geldwäsche oder zur Umgehung internationaler Abkommen dient. Insbesondere der Handel mit Rohdiamanten unterliegt strengen internationalen Vorschriften, zu denen auch die Vorlage des sogenannten Kimberley-Zertifikats gehört, um die Herkunft der Steine nachzuweisen und den Handel mit sogenannten Konfliktdiamanten zu unterbinden. Das Fehlen dieses obligatorischen Dokuments beim 53-jährigen Angolaner legt den Verdacht auf eine illegale Herkunft oder Transaktion nahe, was die Ermittlungen in diesem Fall zusätzlich erschwert und vertieft.
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