In mehreren Bundesländern drohen am Freitag Unterrichtsausfälle wegen akuter Glatteisgefahr. Auch in Hessen, insbesondere im Raum Frankfurt am Main, bereiten sich Behörden auf gefährliche Straßenverhältnisse vor. Darüber berichtet die Redaktion So Frankfurt mit Verweis auf br. Ursache ist Sturmtief „Elli“, das in der Nacht gefrierenden Regen bringt und am Morgen spiegelglatte Straßen und Gehwege verursachen kann.

Der Deutsche Wetterdienst warnt vor einer lang anhaltenden Glatteislage. Besonders betroffen sind die frühen Morgenstunden, wenn Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte unterwegs sind. In mehreren Regionen Deutschlands wurde bereits entschieden, den Präsenzunterricht auszusetzen oder einzuschränken.

Frankfurt und Hessen: Entscheidung hängt von der Lage vor Ort ab

Für Frankfurt am Main gibt es zunächst keine pauschale landesweite Schulschließung. Das hessische Kultusministerium betont, dass Entscheidungen über Unterrichtsausfälle nicht zentral, sondern abhängig von der konkreten Lage vor Ort getroffen werden. Maßgeblich sind dabei Straßenverhältnisse, Wetterentwicklung und die Sicherheit des Schulwegs.

Die Stadt Frankfurt beobachtet die Wetterlage gemeinsam mit Polizei, Verkehrsbetrieben und Schulträgern. Sollte sich die Glatteisgefahr in den frühen Morgenstunden bestätigen, können einzelne Schulen kurzfristig auf Distanzunterricht umstellen oder den Präsenzunterricht aussetzen.

Eltern wurden aufgefordert, die Situation eigenverantwortlich einzuschätzen. Können Kinder wegen Glatteis oder ausgefallener Verkehrsmittel nicht sicher zur Schule gelangen, gelten sie als entschuldigt, sofern die Schule informiert wird.

Warum der Schulverkehr eine Schlüsselrolle spielt

Ein zentraler Faktor bei der Entscheidung über Unterrichtsausfälle ist der Schulverkehr. In Ballungsräumen wie Frankfurt ist zwar der öffentliche Nahverkehr gut ausgebaut, dennoch können vereiste Straßen, eingeschränkter Busverkehr oder rutschige Gehwege die Sicherheit erheblich beeinträchtigen.

Besonders problematisch sind Schulbusverbindungen aus dem Umland sowie Fußwege zu Haltestellen. Wenn Schulbusse nicht zuverlässig fahren können oder Haltestellen nicht sicher erreichbar sind, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Schulen den Präsenzunterricht absagen.

Keine festen Grenzwerte für „Schneefrei“

Wichtig für Eltern und Schülerinnen und Schüler: Es gibt keine festen Temperatur- oder Wettergrenzen, ab denen automatisch schulfrei ist. Weder Minusgrade noch Glatteiswarnungen führen automatisch zu Unterrichtsausfällen.

Das Kultusministerium betont, dass jede Entscheidung eine Einzelfallabwägung ist. Erfahrungsgemäß zeigt sich erst in den frühen Morgenstunden, wie gefährlich die Situation tatsächlich wird. Deshalb können Entscheidungen auch kurzfristig getroffen werden.

Andere Bundesländer bereits betroffen

Während Hessen und Frankfurt noch abwarten, steht in anderen Regionen bereits fest, dass am Freitag kein Präsenzunterricht stattfindet. In der Oberpfalz (Bayern) wurde der Unterricht an mehreren Schulen wegen „akuter Glatteisgefahr“ abgesagt. In Teilen Oberbayerns hingegen findet der Unterricht statt, allerdings unter Vorbehalt und mit ausdrücklichem Hinweis auf die Eigenverantwortung der Eltern.

Behörden raten, offizielle Mitteilungen der Schulen aufmerksam zu verfolgen und am Freitagmorgen aktuelle Informationen zu prüfen. Die Sicherheit der Kinder hat Vorrang vor der Schulpflicht, insbesondere bei gefährlichen Wetterbedingungen.

Mehr über Frankfurt, seine Familienorte und das Leben im Rhein-Main-Gebiet lesen Sie auf SoFrankfurt – Ihrer Redaktion für die Stadt, die Sie bewegt. Lesen Sie auch: Warum die Zahl der Sozialwohnungen in Frankfurt weiter sinkt und der Bestand schrumpft.

Teilen Sie dies: