In Frankfurt am Main ist die Zahl der Sozialwohnungen weiter rückläufig, obwohl Stadt und Politik bereits verschiedene Maßnahmen zur Stabilisierung des Bestands eingeführt haben. Darüber berichtet die Redaktion So Frankfurt mit Verweis auf faz. Die Daten aus einer Antwort von Wohnungsdezernent Marcus Gwechenberger (SPD) auf eine Anfrage der Stadtverordnetenfraktion Die Linke zeigen, dass der Bestand an Sozialwohnungen Ende 2024 bei 27 842 lag, nach fast 29 000 vor zwei Jahren und knapp 30 000 vor drei Jahren. Damit ist Frankfurt erneut auf einem neuen Tiefstand angekommen.
Die Stadtverwaltung verpflichtet seit Jahren Investoren, in neuen Baugebieten mindestens 30 Prozent geförderten Wohnraum zu errichten, zusätzlich werden Belegungsrechte von Bestandswohnungen erworben. Diese Maßnahmen konnten allerdings nicht ausgleichen, dass Jahr für Jahr mehrere Hundert Wohnungen aus der Sozialbindung herausfallen, weil die Förderfristen enden und die Mietpreisbindung wegfällt. Vor diesem Hintergrund prüft die Stadtverwaltung längere Bindungsfristen für neue Sozialwohnungen.
Fast 60 Prozent des verbleibenden Bestands gehören der städtischen ABG-Frankfurt Holding, einem der größten Wohnungsbauunternehmen der Stadt. Weitere größere Bestände besitzt die mehrheitlich landeseigene Nassauische Heimstätte und die GWH Wohnungsgesellschaft Hessen, die zur Helaba-Gruppe gehört. Zusammen halten diese drei Unternehmen einen wesentlichen Anteil des geförderten Wohnraums in Frankfurt.
Der Neubau von Sozialwohnungen fällt im Verhältnis zum Schwund gering aus. Kritik aus der Stadtverordnetenversammlung weist darauf hin, dass in den vergangenen Jahren nur eine relativ kleine Zahl neuer Sozialwohnungen realisiert wurde, während deutlich mehr Wohnungen ihre Bindung verloren haben. In einem Zeitraum von fünf Jahren seien insgesamt nur wenige Hundert neue geförderte Wohnungen entstanden, während mehrere Tausend Sozialbindungen ausgelaufen seien.
Trotz der anhaltenden Bemühungen der Stadt bleibt der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum hoch. Frankfurt schreibt in Bebauungsplänen quotenpflichtigen geförderten Wohnraum vor und erwirbt Rechte, um verfügbar bleibende Wohnungen für Anspruchsberechtigte zu sichern. Diese Strategien reichen bislang nicht aus, um den drastischen Rückgang des Bestands zu stoppen.
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