Nach dem verheerenden Lkw-Brand auf der A3 in Höhe des Frankfurter Flughafens sind die Fahrbahnen seit Montagnachmittag wieder für den Verkehr geöffnet. Der Unfall hatte am Samstag nicht nur kilometerlange Staus und eine Vollsperrung in beide Richtungen verursacht, sondern auch eine weithin sichtbare Rauchwolke über dem Rhein-Main-Gebiet entstehen lassen. Darüber berichtet SoFrankfurt unter Berufung auf hessenschau.de.

Der Unfall ereignete sich am Samstagnachmittag zwischen dem Frankfurter Kreuz und Kelsterbach im Kreis Groß-Gerau. Nach Angaben der Polizei geriet ein Sattelzug aufgrund eines technischen Defekts an der Vorderachse außer Kontrolle. Der Lastwagen scherte nach links aus, kollidierte mit einem Opel und drückte diesen in die Mittelleitplanke. Erst die Schutzplanke der Gegenfahrbahn konnte das Fahrzeug stoppen.

Sowohl der Lkw als auch der Opel gerieten in Brand, nachdem beim Aufprall Diesel auslief und sich entzündete. Die Flammen erfassten innerhalb kürzester Zeit beide Fahrzeuge, es entstand enorme Hitze, und eine dichte Rauchsäule war bis zum Flughafen sichtbar. Der 41-jährige Opel-Fahrer wurde leicht verletzt, während der 48-jährige Fahrer des Sattelzugs unverletzt blieb. Der Sachschaden beläuft sich nach Polizeiangaben auf rund 100.000 Euro.

Die A3 war am Samstagabend über mehrere Stunden vollständig gesperrt. Erst am Montagnachmittag konnten alle Fahrbahnen wieder freigegeben werden. Die Bergungs- und Löschmaßnahmen hatten die Einsatzkräfte massiv gefordert, da die Flammen mit hoher Intensität loderten.

Am Flughafen Frankfurt selbst hielten sich die Auswirkungen in Grenzen. Zwar wurde die Luftfahrtbehörde sofort informiert, jedoch kam es nur vereinzelt zu Umleitungen von Flugzeugen auf alternative Landebahnen. Laut Polizei verlief dies reibungslos und ohne größere Störungen im Flugverkehr.

Parallel dazu ereignete sich bereits in den frühen Morgenstunden ein weiterer Lkw-Brand auf der A4 zwischen Bad Hersfeld und Kirchheim. Ein 47-jähriger Fahrer bemerkte gegen 4.30 Uhr Rauch im Motorraum seines Fahrzeugs. Er konnte den Lastwagen rechtzeitig verlassen, bevor die Zugmaschine in Flammen stand. Das Feuer griff schnell auf den Auflieger über, der unter anderem mit Spraydosen beladen war.

Die A4 musste in beide Richtungen für mehrere Stunden komplett gesperrt werden. Zahlreiche Autofahrer saßen bis in den Vormittag hinein im Stau fest. Erst gegen 10.30 Uhr konnten die letzten Fahrzeuge die Autobahn verlassen. Am späten Nachmittag war die Strecke schließlich wieder vollständig befahrbar.

Auch in diesem Fall entstand hoher Sachschaden: Rund 100.000 Euro am Fahrzeug sowie etwa 50.000 Euro an der Fahrbahn. Als Ursache vermutet die Polizei einen technischen Defekt.

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Foto von Mike Seeboth

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