Er stand jahrzehntelang im Hintergrund der größten Stars, begleitete legendäre Shows und galt in Frankfurt-Bornheim als feste Größe des kulturellen Lebens. Nun ist der Roadie, Bühnentechniker und Stagemanager Rainer Bach im Alter von nur 62 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit gestorben. Darüber berichtet SoFrankfurt unter Berufung auf fnp.de.
Bach arbeitete seit den frühen 1980er-Jahren mit nahezu allen großen Namen der internationalen Musikszene zusammen. Iron Maiden, Ozzy Osbourne, Manowar, Elton John oder die Bee Gees – er kannte sie alle. Auch in Deutschland war er auf den bedeutendsten Bühnen präsent: ob Rock am Ring, die HR-Bühne auf dem Hessentag oder die Frankfurter Kultstätte Batschkapp. Kollegen und Freunde beschreiben ihn als hilfsbereiten, offenen Menschen, der mit Leidenschaft und Humor von seinen Erlebnissen erzählte, besonders in seiner Stammlokalität „Mampf“, einer bekannten Frankfurter Kneipe.
Sein Tod hinterlässt nicht nur in Bornheim eine spürbare Lücke. Da Bach keine Angehörigen hatte, haben Freunde und Weggefährten eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Initiiert wurde diese von Niels Galow auf der Plattform „GoFundMe“. Das Ziel: 4000 Euro für die Finanzierung einer würdigen Urnenbeisetzung, die am 23. September stattfinden soll. Jeder darüber hinaus gespendete Betrag wird, so Galow, sozialen Projekten in Bornheim und der Region zugutekommen.
Bach war tief mit seinem Stadtteil verbunden. Er lebte sein gesamtes Leben in Bornheim und verstand sich als überzeugter „Bernemer“. Neben seiner Liebe zur Musik pflegte er eine weitere Leidenschaft: das Flippern. Unter dem Namen „Pyroball“ war er Mitglied im Flipper- und Arcademuseum Seligenstadt sowie in verschiedenen Pinball-Ligen. Auch dort ist er vielen durch sein Engagement und seine Begeisterung in Erinnerung geblieben. „Wir hatten eine Fahrgemeinschaft und fuhren freitags gemeinsam zum Clubabend nach Seligenstadt“, berichtet Galow. Selbst gesundheitliche Probleme hielten ihn nicht davon ab, aktiv am Leben teilzunehmen. Bemerkenswert: Bach war Nichtraucher und verzichtete auf Alkohol – eine Seltenheit in seiner Branche.
Seine Freunde und Bekannten betonen, dass Rainer Bach nicht nur als zuverlässiger Stagemanager und Musikerfreund in Erinnerung bleiben wird, sondern auch als Mensch mit großem Herzen. Sein Wahlspruch „Lang lebe der Rock’n’Roll“ wird, so sind sich alle sicher, über seinen Tod hinaus Bestand haben.
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Foto von Michael Siefert
