Offiziellen Daten zufolge stieg die Zahl der Passagiere, die in der wichtigsten Ferienzeit—von April bis Oktober 2025—von deutschen Flughäfen ins Ausland flogen, im Vergleich zum Vorjahr um 4,6%. Trotz des jährlichen Zuwachses liegt das Fluggastaufkommen in der größten Volkswirtschaft Europas immer noch 2,8% hinter dem Niveau von vor der Pandemie im Jahr 2019. Insgesamt reisten in dieser Sommersaison 68,5 Millionen Passagiere von Deutschland auf internationalen Flügen ab, teilte das Nationale Statistikamt am Montag, den 1. Dezember 2025, mit, berichtet SoFrankfurt mit Verweis auf Reuters.
Diese Zahlen verdeutlichen, dass die Erholung der deutschen Luftfahrtindustrie, in der große Drehkreuze wie Frankfurt und München (Basis der Lufthansa-Gruppe) angesiedelt sind, langsamer verläuft als in den Nachbarländern. Im Vergleich dazu übertraf das gesamte Passagieraufkommen in der gesamten Europäischen Union im vergangenen Jahr das Niveau von 2019 um 3%. Als Reaktion darauf einigte sich die deutsche Regierungskoalition im vergangenen Monat (November) auf ein Maßnahmenpaket zur Unterstützung und Förderung des Wachstums der nationalen Luftfahrt.
Zu den von der Regierung genehmigten Maßnahmen gehört die Senkung der Flugticketsteuer für Passagiere, die auf Langstreckenflügen reisen. Diese Gebühr wird von 70,83 Euro auf 58,06 Euro reduziert. Darüber hinaus ist eine Senkung der Gebühren für Flugsicherungsdienste geplant: Bis 2029 sollen diese Gebühren um weit über 10% reduziert werden. Die Koalition kündigte außerdem eine Lockerung der Vorschriften für Sicherheitskontrollen an, was die Prozesse an den Flughäfen effizienter gestalten und die Passagierabfertigung beschleunigen soll.
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