Am Frankfurter Flughafen herrschte am Donnerstag, dem 2. Oktober, kurzzeitig Anspannung, als eine Drohne im westlichen Bereich des Flughafens gesichtet wurde. Das stationäre Erkennungssystem der Bundespolizei schlug Alarm, nachdem das Flugobjekt in etwa 700 Metern Entfernung erfasst wurde. Eine Unterbrechung des Flugbetriebs war laut Polizeiangaben jedoch nicht nötig. Darüber berichtet SoFrankfurt unter Berufung auf fr.de.
Wie die Frankfurter Polizei am Samstag, dem 4. Oktober, mitteilte, konnte der mutmaßliche Pilot der Drohne noch am selben Tag festgenommen werden. Bei dem Verdächtigen handelt es sich um einen 41-jährigen kroatischen Staatsbürger. Die Ermittler stellten die Drohne sicher, die sich innerhalb der Flugverbotszone des größten deutschen Flughafens befand. Die Deutsche Presse-Agentur zitierte einen Polizeisprecher, der erklärte, dass durch das schnelle Eingreifen keine Beeinträchtigung des Flugverkehrs eintrat.
Laut Polizei gibt es derzeit keine Hinweise darauf, dass der Vorfall in Frankfurt mit den jüngsten Drohnensichtungen an anderen europäischen Flughäfen – darunter München und Kopenhagen – in Verbindung steht. Ebenso bestehe kein Verdacht auf mögliche Beziehungen des Mannes zu russischen Akteuren. Gegen ihn wurde ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet, um die Hintergründe und Motive des Fluges näher zu klären.
In den vergangenen Tagen sorgten Drohnenvorfälle wiederholt für Aufsehen. Am Münchener Flughafen musste der Flugverkehr gleich zweimal eingestellt werden, zahlreiche Starts und Landungen wurden gestrichen oder auf andere Flughäfen umgeleitet. Auch in Kopenhagen war der Betrieb kürzlich unterbrochen worden, nachdem Flugobjekte in der Nähe gesichtet wurden. Diese Ereignisse führen europaweit zu verstärkten Diskussionen über Sicherheitsmaßnahmen im Luftraum.
Nach Angaben der Deutschen Flugsicherung ist der Frankfurter Flughafen statistisch gesehen der deutsche Airport mit den häufigsten Behinderungen durch Drohnenaktivitäten. Immer wieder kam es in den vergangenen Jahren zu kurzzeitigen Flugstopps aufgrund unbemannter Fluggeräte. Angesichts der jüngsten Vorfälle fordern sowohl Sicherheitsbehörden als auch Politiker, darunter Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU), eine deutliche Verschärfung der Schutzmaßnahmen rund um Flughäfen.
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Foto von Andreas Arnold/dpa








