Beim 6PM-Musikfestival auf dem Frankfurter Messegelände herrschte am Wochenende ausgelassene Stimmung, trotz drückender Hitze und langer Warteschlangen. Rund 10 000 Besucherinnen und Besucher strömten am Samstag auf die Agora, um neun nationale und internationale Acts zu erleben – allen voran den US-Rapper Yeat, der als unangefochtener Topact des Tages galt. Der Modedesigner und Veranstalter Achraf Ait Bouzalim, selbst gebürtiger Frankfurter, will das Festival dauerhaft in seiner Heimatstadt etablieren. Darüber berichtet SoFrankfurt unter Berufung auf fr.de.
Schon vor Öffnung der Tore war die Vorfreude spürbar. Einige Gäste nutzten die Gelegenheit, noch vor dem Einlass Selfies zu machen oder die ersten Influencer zu erspähen. Während ein Jugendlicher begeistert bekannte Gesichter entdeckte, fühlten sich andere vom Trubel überfordert. Teenager aus ganz Deutschland waren angereist – wie Sebastian aus Schönwald im Schwarzwald, der gemeinsam mit seinem Freund Jonas im Schatten ausharrte, bis die Schlangen kürzer wurden. Für sie gab es nur einen Grund: Yeat live zu sehen. „Wir wären auch gekommen, wenn nur er spielen würde“, so Sebastian.

Die Hitze stellte eine erhebliche Herausforderung dar. Große Teile des Geländes lagen in der prallen Sonne, weshalb der Veranstalter kostenlose Trinkwasserstationen, Sprühnebelanlagen und Hinweise zu Sonnenschutz und Kopfbedeckungen bereitstellte. Dennoch kam es zu Hitzeschlägen, ein Besucher musste medizinisch versorgt werden. Die Stimmung blieb trotz der Temperaturen heiter, das Bühnenbild in Pink mit großem „6PM“-Schriftzug, goldener Kette und Flammeneffekten sorgte für visuelle Highlights – auch wenn letztere am Nachmittag eher fehl am Platz wirkten.
Das Musikprogramm war vielseitig: Neben Yeat traten Künstler wie Joje, Luciano, Lucio 101, Reezy, Sosa La M, Zackavelli und Zsá Zsá auf. Abseits der Bühne lockten weitere Attraktionen. Am Boxautomaten mit dem Konterfei von Mike Tyson maßen sich Besucher im Schlagkraft-Wettbewerb, während vor Fotoautomaten und der sogenannten Cashbox – einer windgefüllten Kabine mit umherwirbelndem Spielgeld – lange Schlangen entstanden. Wer dort erfolgreich war, konnte Rabatte auf Merchandise erhalten.
Der Merchandising-Stand war ohnehin einer der zentralen Anziehungspunkte. Hunderte Festivalgäste warteten teils stundenlang, um Tanktops, Mützen oder Feuerzeuge der Marke 6PM zu ergattern. Viele trugen bereits Kleidung des Labels – wie Luis aus Nürnberg, der im Schatten nahe der Wasserstation stand und sich ebenfalls auf Yeat freute. Aus Wolfsburg waren Lillie und Jessika angereist. Sie wollten nicht nur ihre Lieblingsrapper Reezy und Luciano sehen, sondern auch Achraf und seine Marke unterstützen. „Wir mögen den Fit“, erklärten sie.
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Foto von Renate Hoyer







