Die legendäre Junkers Ju 52 der Lufthansa ist am Flughafen Frankfurt angekommen und erhält künftig eine feste Ausstellung im neuen Konferenz- und Besucherzentrum der Lufthansa Group. Nach über acht Jahrzehnten im Dienst und einem Ruhestand in zahlreichen Museen und Rundflugbetrieben ist das markante Flugzeug mit seiner Wellblech-Optik, den drei Triebwerken und seinem historischen Nimbus nun endgültig in der Frankfurter Luftfahrtlandschaft angekommen. Darüber berichtet SoFrankfurt unter Berufung auf fnp.de.

Die Maschine ist bereits stationiert im neuen Besucherkomplex am Flughafen, der laut Lufthansa im Frühjahr 2026 öffentlich zugänglich sein wird. Zusammen mit der bereits eingetroffenen Lockheed „Super Star“ wird die „Tante Ju“ als zentrales Ausstellungsstück fungieren. Aus historischen Archiven geht hervor, dass die Ju 52, oft liebevoll „Tante Ju“ genannt, eine zentrale Rolle in der Lufthansa-Flotte der 1930er bis 1950er Jahre spielte – sie war robust, zuverlässig und prägte eine ganze Epoche der zivilen Luftfahrt.

Lufthansa führt weiter aus, dass nach dem regulären Ausmusterungsende die Ju 52 Ende 2018 aus dem kommerziellen Flugbetrieb ausgeschieden wurde. Zwischen 1984 und 1986 wurde sie umfassend restauriert – eine aufwendige Arbeit, die ihr heutiges Erscheinungsbild mit originalgetreuen Details und technischer Authentizität erst ermöglichte. In dieser Zeit und danach führte sie zahlreiche Rundflüge für Lufthansa durch und begeisterte über 250.000 Passagiere.

Die erste Ju 52 trat bereits 1932 in den Verkehrsverbund der Lufthansa ein und entwickelte sich schnell zu einem Rückgrat der Luftfahrtgesellschaft. Zu ihren Blütezeiten hielt sie einen Anteil von bis zu 50 Prozent an der aktiven Flotte – ein beachtlicher Wert für eine einzige Flugzeugtype. Die Maschine machte sich unvergesslich durch ihre robuste Bauweise, das charakteristische dreimotorige Design und die Fähigkeit, auch unter schwierigen Bedingungen zu operieren. Über Generationen hinweg blieb die Ju 52 ein Symbol für Pioniergeist und die frühe Ära der zivilen Flugreisen. Sie prägte Piloten, Passagiere und Luftfahrtinteressierte gleichermaßen und steht heute für einen Teil deutscher wie europäischer Luftfahrtgeschichte.

Das neu entstehende Konferenz- und Besucherzentrum in Frankfurt, in dem die Ju 52 künftig residieren wird, öffnet parallel zum 100-jährigen Jubiläum der Lufthansa-Gründung im Frühling 2026. Die Anlage ist so konzipiert, dass Besucher auf einer offenen Galerie tief in die Lufthansa-Unternehmensgeschichte eintauchen können – mit Exponaten, die zum Teil bislang nie öffentlich gezeigt wurden. Darüber hinaus wird das Zentrum nicht nur ein Museum sein: Ähnlich dem Trainings- und Konferenzhotel „Lufthansa Seeheim“ steht es auch externen Veranstaltungen offen. So soll es ein lebendiger Ort des Austauschs werden – nicht nur für Luftfahrtfans, sondern auch für Kongresse, Firmenveranstaltungen und kulturelle Formate.

Die Kombination aus Museumscharakter, Veranstaltungsort und historischer Ikone – Ju 52 – verspricht, das Besucherzentrum zu einer festen Institution der Region zu machen. Die legendäre „Tante Ju“ bekommt damit einen würdigen Platz: sichtbar, zugänglich und geschichtsträchtig.

Mehr über Frankfurt, seine Familienorte und das Leben im Rhein-Main-Gebiet lesen Sie auf SoFrankfurt – Ihrer Redaktion für die Stadt, die Sie bewegt. Lesen Sie auch: Glanz, Preise und Filmstars: Alte Oper Frankfurt verwandelt sich in Bühne der Hessen Oscars 2025

Foto von Oliver Roesler/Lufthansa

Teilen Sie dies: