Der Münchener Lkw-Hersteller MAN hat eine umfassende Strategie zur langfristigen Standortsicherung in Deutschland vorgestellt, die eine Investitionssumme von einer Milliarde Euro bis zum Jahr 2030 vorsieht. Das zur Volkswagen-Nutzfahrzeugtochter Traton gehörende Unternehmen einigte sich mit der Gewerkschaft IG Metall und dem Betriebsrat auf ein Eckpunktepapier, das sowohl Modernisierungen als auch signifikante Kosteneinsparungen beinhaltet. Trotz der geplanten Investitionen hält MAN an dem Vorhaben fest, in den kommenden zehn Jahren rund 2300 Arbeitsplätze an den Standorten München, Nürnberg und Salzgitter abzubauen, wobei dieser Prozess sozialverträglich über natürliche Fluktuation und Renteneintritte gestaltet werden soll, berichtet die Redaktion von So Frankfurt unter Berufung auf handelsblatt.

Die Zielsetzung der Unternehmensführung sieht vor, die jährlichen Kosten bis 2028 um etwa 900 Millionen Euro zu reduzieren. Der Fokus liegt dabei primär auf der Optimierung von Material- und Sachkosten, um die Wettbewerbsfähigkeit des Traditionsherstellers zu steigern. Ein zentraler Punkt der neuen Vereinbarung ist die weitreichende Beschäftigungssicherung: Betriebsbedingte Kündigungen sind für die Belegschaft in Deutschland bis Ende 2035 ausgeschlossen. Damit reagiert die Konzernleitung auf die im November geäußerten Warnungen der IG Metall, die einen noch drastischeren Stellenabbau und Produktionsverlagerungen nach Osteuropa befürchtet hatte. MAN betont, dass trotz der Reduzierung weiterhin Neueinstellungen in zukunftsträchtigen Bereichen geplant sind, sodass das Unternehmen Mitte der 2030er-Jahre mit rund 13.000 Mitarbeitern weiterhin einer der bedeutendsten industriellen Arbeitgeber der Region bleiben wird.

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