FRANKFURT AM MAIN. Am Abend des 2. Oktober 2025 wurde im Metropolis Kino Frankfurt der Neustart des Frankfurter „Tatort“ gefeiert. Unter großem Medieninteresse, mit Politikern, Kulturschaffenden und zahlreichen Gästen auf dem roten Teppich, stellte der Hessische Rundfunk den neuen Fall vor. Mit dem Konzept Cold Cases – ungelöste Kriminalfälle, die Jahre zurückliegen – beginnt ein neues Kapitel für die traditionsreiche Krimireihe, berichtet die Redaktion von SoFrankfurt.
Neues Ermittlerduo für Frankfurt
Das neue Gesicht des Frankfurter Tatorts ist die Schauspielerin Melika Foroutan, die in der Rolle der Ermittlerin Maryam Azadi erstmals auftritt. An ihrer Seite ermittelt Edin Hasanović als Hamza Kulina. Gemeinsam bilden sie die Abteilung für Altfälle, die sich längst vergessenen Spuren widmet. Foroutan erklärte bei der Premiere: „Es geht um Gerechtigkeit, die niemals verjährt.“ Hasanović ergänzte, dass er die Zusammenarbeit mit Foroutan als Rückkehr zu seinen Anfängen empfinde, da beide schon früh gemeinsam vor der Kamera standen.
Der Auftaktfilm „Dunkelheit“
Der erste Fall trägt den Titel „Tatort: Dunkelheit“ und wird am 5. Oktober 2025 um 20:15 Uhr im Ersten ausgestrahlt.
- Drehbuch: Senad Halilbašić, Stefan Schaller, Erol Yesilkaya
- Regie: Stefan Schaller
- Produktion: Sommerhaus Filmproduktion für den Hessischen Rundfunk
Die Handlung beginnt mit einer Wohnungsauflösung, bei der menschliche Überreste gefunden werden. Bald stellt sich heraus: Es handelt sich um eine junge Frau, deren Tod Jahrzehnte zurückliegt. Maryam und Hamza entdecken Verbindungen zu einem möglichen Serienmörder, dessen Spuren tief in die Frankfurter Unterwelt führen. Alte Akten, verschwundene Zeugen und der Druck der Öffentlichkeit machen den Fall zu einem Wettlauf gegen die Zeit.
Symbolischer Neuanfang für den HR
Der Hessische Rundfunk wagt mit diesem Schritt einen klaren Bruch. Das bisherige Ermittlerduo Paul Brix (Wolfram Koch) und Anna Janneke (Margarita Broich) verabschiedete sich 2024 in einem dramatischen Finale. Nun setzt der HR auf ein nachhaltiges Konzept: Cold Cases, die nie abgeschlossen wurden, sollen ein neues erzählerisches Fundament bilden.
Programmdirektorin Gabriele Holzner erklärte: „Cold Cases sind Geschichten, die im Dunkeln liegen. Wir wollen sie ans Licht holen und zeigen, dass Wahrheit und Gerechtigkeit keine Frist haben.“
Reaktionen aus der Stadt
Frankfurts Oberbürgermeister Mike Josef begrüßte den Neustart: „Ungelöste Fälle sind auch offene Wunden. Dass der neue Frankfurter Tatort genau hier ansetzt, passt zu einer Stadt, die sich ihrer Vergangenheit stellt.“
Das Premierenpublikum reagierte mit langem Applaus, zahlreiche Gäste sprachen von einer „intensiven, dichten Erzählweise“ und einem „Ermittlerduo, das Frankfurt eine neue Note verleiht“.
Ausblick: Fortsetzungen schon geplant
Neben „Dunkelheit“ hat der HR bereits zwei weitere Folgen in Arbeit:
- „Licht“ (Ausstrahlung voraussichtlich am 30. November 2025): Ein alter Vermisstenfall aus Maryams Vergangenheit wird wieder aufgenommen.
- „Fackel“ (2026): Die Ermittler untersuchen einen verheerenden Hochhausbrand mit zahlreichen Opfern.
Damit setzt Frankfurt nicht nur auf ein neues Ermittlerteam, sondern auch auf eine langfristige Erzählweise, die Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbindet.
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