Am Mittwochmorgen, dem 24. September, ist es im Frankfurter U-Bahn-Netz zu einem folgenschweren Zwischenfall gekommen. Eine Bahn der Linie U8 sprang an einer Weiche aus den Schienen und blockierte damit den Betrieb gleich zweier wichtiger Linien. Fahrgäste müssen seitdem mit erheblichen Einschränkungen rechnen. Darüber berichtet SoFrankfurt unter Berufung auf fnp.de.
Nach Angaben der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) ereignete sich die Entgleisung oberirdisch auf dem Streckenabschnitt zwischen Niederursel und Riedberg. Glück im Unglück: Zum Zeitpunkt des Unfalls befanden sich nur wenige Personen in der Bahn, die allesamt unverletzt blieben. Sofort eingeleitete Bergungsarbeiten durch die Feuerwehr sollen den Zug wieder in die Schienen setzen. Die Maßnahme gestaltet sich jedoch aufwendig, sodass es voraussichtlich bis in den Nachmittag hinein zu Sperrungen kommen wird.
Linien U8 und U9 massiv betroffen
Die U8, die direkt an der Unglücksstelle verkehrt, war unmittelbar nach dem Unfall nicht mehr im Einsatz. Ursprünglich ging die VGF davon aus, den Betrieb bis zum späten Vormittag wieder aufnehmen zu können. Doch die Lage erwies sich als komplizierter: In den offiziellen Fahrgastinformationen wurde schließlich 15 Uhr als Zielzeit für eine Entwarnung genannt – allerdings nur als unverbindlicher Richtwert.
Da die U9 im betroffenen Abschnitt die gleichen Gleise nutzt, ist auch sie stark beeinträchtigt. Der Abschnitt zwischen Ginnheim Mitte und Nieder-Eschbach wird aktuell nicht bedient. Damit fallen gleich zwölf Haltestellen im Frankfurter Norden aus, was für viele Pendler erhebliche Umwege bedeutet.
Ersatzverkehr und Alternativen für Fahrgäste
Um die Auswirkungen zu mildern, hat die VGF einen Schienenersatzverkehr mit Taxis eingerichtet. Dieser verbindet die Haltestellen Niederursel, Uni Campus Riedberg und Riedberg miteinander. Zusätzlich wurde empfohlen, auf die Buslinie 29 auszuweichen, die zwischen Nordweststadt und Nieder-Eschbach verkehrt und damit eine Alternative zu Teilen der U9 bietet.
Die VGF betont, dass die Sicherheit der Fahrgäste zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen sei. Dennoch verdeutlicht der Vorfall die Anfälligkeit des Netzes für Störungen. Während der Zug weiterhin geborgen wird, bleibt für die Fahrgäste Geduld gefragt – wann genau der normale Betrieb wieder aufgenommen werden kann, hängt maßgeblich vom Verlauf der technischen Arbeiten ab.
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