Ab dem 14. Dezember 2025 tritt der neue Fahrplan der Deutschen Bahn in Kraft. Besonders für Fahrgäste in Hessen wird es spürbare Veränderungen geben. Wie das Unternehmen am Freitag mitteilte, sollen auf bereits stark frequentierten Strecken zusätzliche Verbindungen geschaffen werden, um die wachsende Nachfrage nach Bahnreisen besser zu bedienen. Darüber berichtet SoFrankfurt unter Berufung auf hessenschau.ch.
Der Vorstand Personenfernverkehr der Deutschen Bahn, Michael Peterson, erklärte dazu: „Die Menschen wollen Bahn fahren. Wo jetzt schon viele Fahrgäste unterwegs sind, bieten wir im neuen Fahrplan noch mehr Zugfahrten an.“ Der Buchungsstart für den neuen Fahrplan ist auf den 15. Oktober datiert.
Neue Taktungen und Verbindungen
Besonders deutlich werden die Veränderungen auf den ICE-Hauptachsen. Auf den Routen Hamburg–Kassel und Kassel–Frankfurt–Mannheim wird künftig im Halbstundentakt gefahren. Auf der Strecke Hamburg–Frankfurt sollen zudem drei zusätzliche Sprinterzüge täglich verkehren, die nur in Hannover halten. Einige dieser Züge fahren weiter bis zum Frankfurter Flughafen, einmal täglich sogar nach Flensburg und im Sommer bis ins dänische Padborg.
Auch die Verbindung zwischen Berlin und Frankfurt wird ausgebaut: Neben dem stündlichen ICE-Angebot sollen künftig Sprinterzüge im regelmäßigen Vier-Stunden-Takt hinzukommen. Für internationale Reisende wird ein ICE zwischen Frankfurt und Brüssel, der bislang nur im Sommer fuhr, künftig ganzjährig am Abend angeboten. Auch die Verbindung Frankfurt–Paris wird optimiert: Der Zug startet künftig vom Hauptbahnhof und nicht mehr vom Bahnhof Süd, wodurch die Reisezeit um 20 Minuten verkürzt wird.
Einschränkungen und Ausfälle
Nicht alle Strecken profitieren jedoch von Verbesserungen. Der Railjet zwischen Frankfurt, Darmstadt, Stuttgart, Friedrichshafen und Innsbruck wird ab 2026 nicht mehr verkehren können. Begründet wird dies mit Engpässen bei den Fahrzeugen sowie anstehenden Bauarbeiten.
Auswirkungen von Sanierungen
Ein erheblicher Faktor bleibt auch die Infrastruktur. Zahlreiche Bauarbeiten werden weiterhin den Bahnverkehr belasten. Besonders die sogenannten Generalsanierungen sorgen für Einschränkungen. Allein im Jahr 2026 sind fünf Großbaustellen vorgesehen, darunter die wichtige Strecke von Troisdorf in Nordrhein-Westfalen bis nach Wiesbaden. Hier müssen Fahrgäste mit spürbaren Verzögerungen und Zugausfällen rechnen.
Die Änderungen zeigen, dass die Deutsche Bahn einerseits ihre Kapazitäten ausbaut, andererseits aber auch den strukturellen Problemen im Netz Rechnung tragen muss. Während zusätzliche Züge für mehr Komfort und Flexibilität sorgen, bleibt die Belastung durch Sanierungen ein ernstes Hindernis für einen reibungslosen Bahnverkehr in Hessen.
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