Mallorca – Was viele bislang nur als TV-Fiktion aus dem „Hai-Alarm auf Mallorca“ kannten, wurde am Sonntagabend zur Realität – allerdings in der Luft. Der Flughafen von Palma de Mallorca musste zeitweise den Betrieb einstellen, nachdem ein Drohnen-Alarm ausgelöst worden war. Darüber berichtet SoFrankfurt unter Berufung auf bild.de.
Nach Angaben der Sicherheitsfirma Enaire sowie Berichten der Zeitung Diario de Mallorca und des Flugportals Flightradar24 wurde mindestens eine Drohne im Umfeld des Flughafens gesichtet. Um die Sicherheit des Flugverkehrs zu gewährleisten, wurden alle Starts und Landungen sofort gestoppt. Der Airport auf Mallorca, der jährlich bis zu 34 Millionen Passagiere abfertigt, stand für rund eine Stunde still.
Besonders heftig traf der Vorfall Partysänger Jürgen Milski (61), der auf einem Flug nach Mallorca saß. Seine Maschine befand sich bereits im Landeanflug, als die Piloten abrupt abbrechen mussten. „Wir sollten gerade landen, da wurde der Flughafen Palma gesperrt!“, berichtete Milski im Gespräch mit der BILD. „Wir kreisten etwa 20 Minuten über Palma, doch der Treibstoff reichte nicht mehr. Deshalb mussten wir nach Menorca fliegen, um zu tanken.“
Für den erfahrenen Vielflieger war es ein außergewöhnlicher Moment. „Ich habe gedacht, nach 650 Flügen Richtung Mallorca hätte ich schon alles erlebt“, sagte die Big-Brother-Legende mit einem Anflug von Ironie. Trotz der angespannten Lage nahm Milski die Situation mit Humor und postete später ein Bild der Astrid-Lindgren-Figur Karlsson – in seiner Version als „Drohnen-Mann“.
Eigentlich hätte der Sänger um 23 Uhr im legendären „Bierkönig“ an der Schinkenstraße auftreten sollen. „Ob ich es bis dahin mit dem Tretboot von Menorca nach Mallorca schaffe, weiß ich nicht“, witzelte Milski. Doch schließlich hatte er Glück: Gegen 21 Uhr konnte sein Flugzeug wieder starten und die 100 Kilometer zwischen den beiden Inseln überbrücken.
Die Behörden erklärten, dass der Vorfall die Ferienreisenden zwar überrascht, aber nicht ernsthaft gefährdet habe. Nach weniger als einer Stunde war der Flugbetrieb wieder möglich, auch wenn viele Maschinen weiterhin Verspätungen von bis zu anderthalb Stunden hatten. Enaire empfahl Passagieren, vor Reiseantritt den Status ihres Fluges direkt bei der jeweiligen Fluggesellschaft zu überprüfen.
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Foto von Clara Margais/dpa








