Im Umfeld des Frankfurter Flughafens häufen sich 2025 die Zwischenfälle mit unerlaubten Drohnenflügen in bislang nicht gekanntem Ausmaß. Das hessische Innenministerium spricht von handelsüblichen Kleindrohnen aus dem Privatgebrauch, die jedoch eine erhebliche Gefahr für den Luftverkehr darstellen. Darüber berichtet SoFrankfurt unter Berufung auf hessenschau.ch.
Nach Angaben der Deutschen Flugsicherung (DFS) in Langen bei Offenbach wurden seit Jahresbeginn bereits 35 Störungen durch Drohnen registriert – mehr als an jedem anderen deutschen Flughafen. Damit hat sich die Zahl der Vorfälle im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, als 15 Fälle gezählt wurden, mehr als verdoppelt. Deutschlandweit summierten sich die Behinderungen durch Drohnen bis August auf 144 Zwischenfälle, wovon über 70 Prozent in direkter Nähe zu Flughäfen gemeldet wurden.
Die DFS erläutert, dass diese Störungen in der Regel von Piloten oder den Mitarbeitern des Towers bemerkt und gemeldet werden. Ein technisches Erfassen der Drohnen über das Radar der Flugsicherung sei derzeit nicht möglich, was die Abwehr zusätzlich erschwert.
Laut Auskunft des hessischen Innenministeriums handelt es sich bisher ausschließlich um handelsübliche Kleindrohnen aus dem Consumer-Bereich. Manche Vorfälle könnten auch auf Unwissenheit von Privatpersonen zurückzuführen sein, die ihre Geräte ohne Genehmigung in Flughafennähe einsetzen. Allerdings gilt ein striktes Verbot: Im Umkreis von 1,5 Kilometern um Flughäfen sind Drohnenflüge untersagt. Verstöße werden als gefährlicher Eingriff in den Luftverkehr gewertet und können mit Freiheitsstrafen von bis zu zehn Jahren geahndet werden.
Das Ministerium betont, dass bislang keine Hinweise auf eine gezielte Nutzung durch russische Akteure, ausländische Geheimdienste oder staatlich gesteuerte Stellen vorliegen. Dennoch sei das Risiko durch nicht identifizierte Drohnen erheblich. Nur in wenigen Fällen sei es bisher gelungen, die Personen hinter den Steuerungen tatsächlich ausfindig zu machen.
Die zunehmende Zahl an Störungen zeigt den dringenden Handlungsbedarf im Bereich der Erkennung und Abwehr solcher Geräte. Sicherheitsexperten fordern daher, bestehende Systeme zur Drohnenerfassung auszubauen und neue technische Lösungen zu entwickeln, um den Luftverkehr langfristig zu schützen.
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