Über 100 Städte in Deutschland, darunter zahlreiche aus Hessen, haben Interesse an eigenen Kfz-Kennzeichen bekundet. Bürgermeister aus mehreren hessischen Städten haben bereits Anfragen an die zuständigen Ministerien gestellt, um diese Initiative zu unterstützen. Ziel ist es, dass Städte mit mehr als 20.000 Einwohnern, die bisher keine eigenen Kennzeichen haben, diese Möglichkeit erhalten. Die Idee, die ursprünglich von Professor Ralf Bochert im vergangenen Jahr vorgeschlagen wurde, fand großen Anklang. Der Vorschlag soll nicht nur die regionale Identität stärken, sondern auch das Stadtmarketing fördern. Die Einführung eigener Kfz-Kennzeichen wird als kostengünstiges Mittel zur Förderung des Zugehörigkeitsgefühls und der Sichtbarkeit von Städten angesehen. Darüber berichtet SoFrankfurt unter Berufung auf fnp.de.

„Wir sehen in der Idee eine wertvolle Möglichkeit, die regionale Identität unserer Kommunen zu stärken und das Stadtmarketing zu fördern, ohne dass Kosten entstehen“, hieß es in einem Schreiben von zwölf hessischen Bürgermeistern an den Landesverkehrsminister Kaweh Mansoori. Bürgermeister aus verschiedenen hessischen Regionen wie dem Rhein-Main-Gebiet, der Wetterau und Nordhessen haben sich in ihren Briefen an die Ministerien von Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen und Hessen gewandt.

Hessen ist bereits seit 2013 in der Lage, sogenannte Altkennzeichen zu vergeben, was die Reaktivierung von historischen Kfz-Kennzeichen aus der Vergangenheit ermöglicht hat. Derzeit haben 12 dieser früheren Kennzeichen eine Wiederbelebung erfahren. Die Bürgermeister wollen nun erreichen, dass auch Städte mit mehr als 20.000 Einwohnern diese Möglichkeit erhalten, um ihre eigene Identität weiter zu stärken.

Tabelle der gewünschten Kfz-Kennzeichen in Hessen

StadtWunsch-Kennzeichen
Bad NauheimBNH
Bad VilbelVIL
BaunatalBAU
DreieichDR
MaintalMNT
Mühlheim am MainMÜM
ObertshausenOBH
RödermarkRDM
RodgauROG
Rüsselsheim
SeligenstadtSGS
TaunussteinTST

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Foto von Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

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