Frankfurt eröffnet Games Hub – ein neuer Standort für junge Spieleentwickler, der Infrastruktur, Beratung und Zugang zu Fördermitteln vereint. Mit modernen Arbeitsplätzen, Technik für Game-Design und direkter Anbindung an Netzwerke wie game Hessen will die Stadt kreative Start-ups gezielt unterstützen. Der Hub richtet sich an Teams mit ersten Ideen oder Prototypen und bietet vergünstigte Mietplätze, Coaching sowie Events mit Branchenakteuren. Damit positioniert sich Frankfurt strategisch als Zentrum für digitale Kreativwirtschaft und fördert gezielt die Spielebranche. Darüber berichtet die Redaktion SoFrankfurt.

Zwischen Codezeile und Geschäftsmodell: Der neue Alltag junger Entwickler

Die Games-Branche hat sich längst vom reinen Unterhaltungssegment zu einer relevanten wirtschaftlichen Kraftentwickelt. Weltweit generieren Computerspiele mehr Umsatz als Film- und Musikindustrie zusammen. In Deutschland wurde diese Dynamik lange unterschätzt – nun aber zieht Frankfurt nach.

Mit dem neuen Frankfurt Business Games Hub erhalten junge Entwickler, Absolventen und kleine Studios erstmals in der Region einen festen Ort, an dem sie Technik, Beratung und Marktanbindung unter einem Dach finden. Das Projekt ist mehr als ein Co-Working-Space: Es ist ein strategischer Schritt zur langfristigen Etablierung der Branche in der Mainmetropole.

„Wir wollen nicht nur fördern – wir wollen Frankfurt zu einem Ort machen, an dem Games-Business entstehen kann,“ sagt Stephanie Wüst von der Wirtschaftsförderung Frankfurt.

Was bietet der Games Hub – und was nicht

Der Games Hub ist kein Inkubator im klassischen Sinne. Es gibt keine pauschalen Fördergelder oder Beteiligung an Firmenanteilen. Stattdessen basiert das Modell auf praktischer Infrastruktur und intensiver Vernetzung.

Zu den Angeboten gehören

  • Flexible Arbeitsplätze mit Hochleistungsrechnern, Engine-Software (Unity, Unreal etc.)
  • Aufnahmestudios für Sound, Voice-Over und Motion Capturing
  • Juristische Beratung rund um Markenrecht, Verwertung und GEMA
  • Events mit Publishern, Investoren und Plattformen (Steam, Meta Quest, Nintendo etc.)
  • Hilfe beim Zugang zu Landesförderung (z. B. HessenFilm, Gamesförderung BW)

Das Programm richtet sich explizit an Gründerteams mit ersten Konzepten, aber auch an Fortgeschrittene mit laufenden Prototypen. Die Teilnahme ist über ein kurzes Auswahlverfahren möglich – das Ziel: qualitativ starke, wirtschaftlich tragfähige Projekte fördern.

Warum Frankfurt? Eine Stadt mit digitalen Ambitionen

Frankfurt ist längst nicht nur Banken- und Finanzzentrum. Mit Unternehmen wie Nintendo of Europe, Keen Gamesoder der Deutschen Börse Esports-Initiative zeigt sich die Stadt als attraktiver Standort für digitale Kreativwirtschaft.

Die Nähe zu Hochschulen wie der Frankfurt UAS, zu internationalen Unternehmen, großen Messen (Gamescom, hub.berlin) und Kapitalgebern macht Frankfurt interessant für Entwickler, die wirtschaftlich denken.

„In Frankfurt fehlen nicht die Ideen – sondern die Räume, in denen sie entstehen dürfen,“ sagt Prof. Dr. Lutz Anderie von der Frankfurt University of Applied Sciences.

Bewerben – So funktioniert der Zugang

Die Teilnahme am Games Hub ist nicht kostenlos, aber stark vergünstigt. Einzelarbeitsplätze kosten rund 90 bis 140 € im Monat, kleine Teams zahlen 220–300 € inklusive Infrastruktur und Veranstaltungsangebot.

Bewerbungsprozess in 4 Schritten:

  1. Onlineformular auf frankfurt-business.net/gameshub
  2. Kurze Projektbeschreibung oder Prototyp einreichen
  3. Auswahlgespräch mit Kompass Frankfurt
  4. Flexible Mietvereinbarung (3–12 Monate)

Für die Auswahl zählen Innovationspotenzial, Teamfähigkeit und wirtschaftliche Umsetzbarkeit. Besonders unterstützt werden Ideen mit gesellschaftlichem Mehrwert (z. B. Umwelt, Bildung, Inklusion, Gesundheit).

Perspektiven und Netzwerke für die nächste Games-Generation

Der Hub ist nicht nur Raum, sondern auch Sprungbrett: Er bietet gezielten Zugang zu öffentlichen Fördergeldern, brancheninternem Mentoring, potenziellen Partnern und Sichtbarkeit in der Szene.

In enger Kooperation mit game Hessen, der Wirtschaftsförderung und Branchenexperten wie Anderie entsteht so ein Ökosystem, das den Weg in den Markt spürbar erleichtert.

Gerade für Soloentwickler, Studierende oder Teams ohne Startkapital ist der Hub eine konkrete Möglichkeit, sich unter professionellen Bedingungen zu erproben.

Klare Vorteile für Entwickler mit Ambitionen

Der Frankfurt Games Hub bietet jungen Entwicklerteams eine klare Einstiegschance in die professionelle Gamesbranche – mit moderner Infrastruktur, strategischem Coaching und direktem Zugang zu Netzwerk und Förderung. Wer ein Spiel entwickeln will und einen Standort mit Business-Fokus sucht, findet hier die richtigen Bedingungen.

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Quelle

Foto von frankfurt-business.net/gameshub

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