Die Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main (VGF), die ein Netz von rund 220 Kilometern mit 283 U-Bahnwagen und 115 Straßenbahnen betreibt, hat erneut eine umfassende Präventionskampagne ins Leben gerufen. Die Aktion, die Plakate im gesamten Stadtgebiet sowie digitale und soziale Medien nutzt, ruft alle Verkehrsteilnehmer zu erhöhter Aufmerksamkeit und Vorsicht auf. Dies gilt insbesondere dort, wo Pkw-, Rad- und Fußgängerverkehr auf den Schienenverkehr trifft. Die VGF weist darauf hin, dass Bahnen – anders als andere Fahrzeuge – nicht ausweichen können und einen langen Bremsweg von bis zu 30 Metern bei rund 50 km/h haben. Häufige Unfallursachen sind Unachtsamkeit beim Überqueren der Gleise, das Ignorieren roter Ampeln oder die Ablenkung durch Mobiltelefone. Die Kampagne soll die Gefahren verdeutlichen, indem sie die „Geschichten hinter den Geschichten“ tragischer Vorfälle erzählt, berichtet die Redaktion So Frankfurt mit Verweis auf frankfurt.
Die VGF hat bereits in den vergangenen Jahren bauliche Maßnahmen zur Sicherung von Überwegen umgesetzt, wie auffällige Beschilderungen, große Ampeln und die Gelbfärbung des Asphalts. Zudem wurden sogenannte „Z-Gitter“ auf Verkehrsinseln installiert, die Passanten dazu anhalten, den Gleisen ein Stück entgegenzulaufen, um herannahende Bahnen besser im Blick zu haben. Die nun gestartete Kampagne, deren zweiter Slot am Montag, den 15. Dezember, begann, verwendet starke Motive und spricht verschiedene Altersgruppen an. Gezeigt werden „Tatortbilder“ von beschädigten Gegenständen, wie roten Kopfhörern oder einer Sporttasche, die mit der Frage „Was geschah am…?“ zum Nachdenken anregen sollen.
Wolfgang Siefert, Mobilitätsdezernent der Stadt Frankfurt, betonte die „zentrale Aufgabe“ der Verkehrssicherheit für die Stadt und dankte der VGF für ihre wichtige Präventionsarbeit, die das dringend benötigte Bewusstsein schärfe. Steffen Geers, Geschäftsführer der VGF, ergänzte, dass „jeder Unfall einer zu viel“ sei. Die VGF setze sich seit vielen Jahren für Prävention ein und arbeite eng mit Rettungskräften, Polizei und der Stadt zusammen, um bauliche Maßnahmen und Aufklärungsprogramme, insbesondere in Schulen für die fünfte bis siebte Klasse sowie für Senioren, umzusetzen. Für den Fall eines Unfalls verfüge das Unternehmen zudem über ein tatkräftiges Kriseninterventionssystem. Ein weiteres Motiv der Kampagne wird Anfang 2026 auf Werbeflächen erscheinen.
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