Ein schwerer Lkw-Brand hat am Donnerstagnachmittag den Verkehr auf der Autobahn A3 am Frankfurter Kreuz weitgehend zum Stillstand gebracht. Gegen Mittag geriet ein Sattelzug, der in Richtung Köln unterwegs war, aus bisher ungeklärten Gründen in Brand. Der Fahrer konnte sich rechtzeitig in Sicherheit bringen, erlitt jedoch leichte Verletzungen und wurde vor Ort medizinisch versorgt. Darüber berichtet SoFrankfurt unter Berufung auf fnp.de.
Das Feuer breitete sich rasch aus und führte zu einer dichten Rauchwolke, die über weite Teile des Rhein-Main-Gebiets sichtbar war. Augenzeugen meldeten den Brand sofort, und die Feuerwehr rückte mit mehreren Löschfahrzeugen an. Während der Löscharbeiten musste die A3 in Fahrtrichtung Köln vollständig gesperrt werden. Auch in Richtung Würzburg kam es zu erheblichen Behinderungen, da Löschwasser die Fahrbahn überflutete.
Nach Angaben der Polizei bildeten sich in beiden Richtungen kilometerlange Staus. Besonders betroffen war der Abschnitt zwischen dem Frankfurter Kreuz und Kelsterbach. Autofahrer standen über Stunden im Rückstau, während Einsatzkräfte versuchten, den Brand unter Kontrolle zu bringen. Erst am Nachmittag konnte die Fahrbahn in Richtung Würzburg wieder freigegeben werden, nachdem die Feuerwehr das Löschwasser abgepumpt und die Straße gereinigt hatte.
Die Sperrung der Gegenrichtung – also der Fahrbahn nach Köln – bleibt voraussichtlich bis etwa 19 Uhr bestehen. Die Brandursache ist weiterhin unklar, die Kriminalpolizei hat Ermittlungen aufgenommen. Ein technischer Defekt gilt derzeit als mögliche Ursache, konkrete Hinweise liegen jedoch noch nicht vor.
Das Frankfurter Kreuz zählt zu den meistbefahrenen Verkehrsknotenpunkten Deutschlands und verbindet die Autobahnen A3 und A5 miteinander. Entsprechend weitreichend sind die Auswirkungen eines solchen Vorfalls: Schon kurz nach Ausbruch des Feuers kam es zu einem Rückstau von mehreren Kilometern, der bis zum Offenbacher Kreuz reichte.
Für Autofahrer empfahl die Polizei, das Gebiet großräumig zu umfahren. Die Verbindung zur A5 blieb offen, sodass der Verkehr über das Nordwestkreuz Frankfurt und die A66 in Richtung Wiesbadener Kreuz umgeleitet werden konnte. Trotz dieser Maßnahmen blieb das Verkehrsaufkommen im gesamten Frankfurter Raum den Nachmittag über stark eingeschränkt.
Das Feuer selbst war nach rund einer Stunde unter Kontrolle, der Lastwagen jedoch vollständig ausgebrannt. Spezialfahrzeuge wurden eingesetzt, um die verkohlten Reste des Sattelzugs von der Fahrbahn zu entfernen. Die Sanierung der betroffenen Fahrbahnabschnitte wird nach Angaben der Autobahnmeisterei bis in die Abendstunden andauern.
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