Am Mittwoch, den 13. August 2025, fand in Berlin ein wichtiges Treffen zwischen dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und dem deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz statt. Die beiden Politiker besprachen unter anderem die Verstärkung der ukrainischen Luftabwehr mit zwei zusätzlichen Patriot-Raketenabwehrsystemen. „Wir haben über unsere jüngsten Kontakte zu unseren Partnern und die weitere Zusammenarbeit mit unseren Verbündeten gesprochen, die Steigerung der Verteidigungshilfe, die Beteiligung Deutschlands an der neuen Initiative PURL, die Verstärkung der ukrainischen Luftabwehr mit zwei zusätzlichen Patriot-Systemen und Raketen sowie verlässliche Sicherheitsgarantien“, teilte Selenskyj in den sozialen Netzwerken mit. Darüber berichtet SoFrankfurt unter Berufung auf Selenskyjs Telegramm.

Zelenskyj betonte nach dem Treffen mit Merz, dass es eine gemeinsame Auffassung gebe: „Solange Russland keine Schritte in Richtung Frieden unternimmt, müssen wir den Druck auf es fortsetzen und die Unterstützung für die Ukraine verstärken.“ Die Ukraine hat bereits in der Vergangenheit auf die dringende Notwendigkeit hingewiesen, mehr Luftabwehrsysteme zu erhalten, um sich vor den anhaltenden Bedrohungen durch russische Angriffe zu schützen.

Am 1. August 2025 hatte Deutschland bereits angekündigt, zwei zusätzliche Patriot-Systeme an die Ukraine zu liefern, nachdem eine Vereinbarung mit den USA erzielt wurde, dass Berlin als erstes Land neue Systeme erhält, um die bereits gelieferten zu ersetzen. Diese Entscheidung stellt einen weiteren bedeutenden Schritt in der militärischen Unterstützung Deutschlands für die Ukraine dar.

In einem Interview mit „EuroPravda“ äußerte der ukrainische Botschafter in Deutschland, dass die Anzahl der Patriot-Systeme, die die Ukraine erhalten könnte, sich ständig ändere. „Zunächst baten wir die Deutschen, uns zwei Systeme aus den USA zu kaufen. Nach dem Treffen in Ramstein wurde öffentlich erklärt, dass die Partner versuchen, fünf Systeme zu finden. Tatsächlich benötigen wir jedoch zehn oder mehr“, sagte er.

Die Ukraine hat auch große Erwartungen an die Unterstützung durch die NATO und andere westliche Partner im Rahmen des neuen Mechanismus zur Bereitstellung von US-Waffen für die Ukraine – der „Priority Ukraine Requirements List“ (PURL). Diese Initiative zielt darauf ab, die Finanzierung von Waffenlieferungen über Beiträge anderer NATO-Mitglieder zu ermöglichen.

Zelenskyj und Merz sind sich einig, dass die fortgesetzte Unterstützung und der Druck auf Russland entscheidend sind, um die Ukraine in ihrer Verteidigung zu stärken und ihre Sicherheit zu gewährleisten. Selenskyj drückte seine Dankbarkeit für die Unterstützung Deutschlands aus und betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit, die konkrete Ergebnisse für den Schutz der ukrainischen Bevölkerung bringt.

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