Erhöhung der Löhne in der Gebäudereinigung auf 15 Euro markiert seit Januar 2026 einen bedeutenden Meilenstein für die Branche, von dem allein in Frankfurt rund 17.200 Beschäftigte direkt profitieren. Laut Jan Meyer, dem stellvertretenden Geschäftsleiter der IG Bau Rhein-Main, müssen sich nun 443 Frankfurter Unternehmen an die neuen bundesweiten Tarifvorgaben halten, die eine Anhebung des Basisstundenlohns von zuvor 14,25 Euro im Jahr 2025 auf nun 15 Euro vorschreiben. Für spezialisierte Kräfte in der Fassaden- und Fensterreinigung wurde der Satz sogar auf 18,40 Euro pro Stunde festgesetzt, was insgesamt einer Lohnsteigerung von rund elf Prozent seit 2024 entspricht. Darüber berichtet die Redaktion So Frankfurt mit Verweis auf journal-frankfurt.
Die Gewerkschaft unterstreicht die Relevanz der Branche, die insbesondere in einer Pendler- und Bürometropole wie Frankfurt sowie am Frankfurter Flughafen – wo allein 8.000 Reinigungskräfte im Einsatz sind – eine tragende Säule der Infrastruktur bildet. Trotz der Umsatzstärke des Sektors bezeichnet Meyer die Situation vieler Arbeitnehmer aufgrund von Befristungsketten und der hohen Lebenshaltungskosten im Rhein-Main-Gebiet weiterhin als prekär. Neben der finanziellen Aufwertung strebt die IG Bau eine stärkere Anerkennung der Gebäudereinigung als qualifiziertes Handwerk an. Während die Ausbildungsvergütung im dritten Lehrjahr bereits 1.300 Euro erreicht, bereitet die Gewerkschaft für das Ende 2026 auslaufende Tarifwerk bereits neue Forderungen vor, wobei insbesondere die Einführung eines 13. Monatsgehalts im Fokus der kommenden Verhandlungen steht.
Mehr über Frankfurt, seine Familienorte und das Leben im Rhein-Main-Gebiet lesen Sie auf SoFrankfurt – Ihrer Redaktion für die Stadt, die Sie bewegt. Lesen Sie auch: Streit um Parken in Frankfurt-Sossenheim: Ortsbeirat verärgert





