Bereits ab Ende Oktober müssen Pendlerinnen und Pendler im Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) mit massiven Einschränkungen im S- und Regionalbahnverkehr rechnen, da zahlreiche Baumaßnahmen an Oberleitungen, Weichen, Bahnsteigen und Stellwerken anstehen. Darüber berichtet SoFrankfurt unter Berufung auf fnp.de.
Regelverkehr deutlich reduziert: Vom Freitag, dem 31. Oktober, bis mindestens Dienstag, dem 2. Dezember, verkehren wichtige Linien nur noch eingeschränkt oder gar nicht. Die S-Bahn-Linie 5 ist tagsüber lediglich zwischen „Frankfurt-Rödelheim Bahnhof“ und dem „Frankfurt Südbahnhof“ im Einsatz – alle Stationen zwischen „Friedrichsdorf“ und „Oberursel-Weißkirchen/Steinbach“ entfallen. Die Regionalbahn RB 15 bedient in dieser Zeit keinesfalls die Abschnitte von „Friedrichsdorf-Köppern Bahnhof“ bis „Bad Homburg Bahnhof“. Die RB 16 wird im gesamten Zeitraum komplett eingestellt.
Um zumindest eine Verbindung nach Bad Homburg aufrechtzuerhalten, wird die U-Bahnlinie U2 über ihre regulären Kurzfahrten hinaus bis „Bad Homburg Gonzenheim“ verlängert. Außerdem kommen auf den Linien U2 und U3 teilweise zusätzliche Wagen zum Einsatz, um den Ausfall der Bahnverbindungen abzufedern.
Doch damit ist die Belastungsphase keineswegs beendet: Vom Freitag, 7. November, bis zum Dienstag, 18. November, stehen weitere Bauarbeiten auf dem Programm – diesmal in Eschborn, Rödelheim, am Galluswarte sowie im Bereich der Messe Frankfurt. In dieser Periode entfallen die Linien S3, S4 und S5 komplett. Als Reaktion darauf wird auf der Buslinie 50 zwischen Sossenheim / Dunantring und Festhalle/Messe in Spitzenzeiten ein 15-Minuten-Takt (statt 30 Minuten) eingeführt. Darüber hinaus werden auf den Linien U6 und U7 zusätzliche Wagen eingesetzt, um die Fahrgastströme besser zu bewältigen.
Der RMV kündigte zusätzlich umfangreiche Schienenersatzverkehre an:
- S15X verbindet „Frankfurt Hauptbahnhof“ mit „Friedrichsdorf-Köppern Bahnhof“
- S16X fährt von „Frankfurt Hauptbahnhof“ bis „Friedberg Bahnhof“
- S5E bedient den Abschnitt zwischen „Frankfurt-Rödelheim Bahnhof“ und „Friedrichsdorf Bahnhof“
In der späteren Bauphase zum November werden weitere Ersatzlinien eingerichtet:
- S3E verkehrt zwischen „Frankfurt Taunusanlage“ und „Eschborn Bahnhof“
- S3X bedient innerstädtisch zwischen „Frankfurt Hauptbahnhof“ und „Bad Soden Hauptbahnhof“
- S4X verkehrt zwischen „Frankfurt Hauptbahnhof“ und „Kronberg Bahnhof“
Diese Ersatzlinien führen zum Teil über U-Bahn-Stationen, sodass Fahrgäste auf U-Bahnen umsteigen müssen, um ihren Zielbahnhof zu erreichen.
Wann genau die Bauarbeiten beendet sein werden, kann „DB InfraGO“ derzeit noch nicht verbindlich sagen – ein genauer Zeitrahmen bleibt offen. Die Folge: Pendlerinnen und Pendler müssen sich womöglich viele Wochen auf erhebliche Umwege, längere Fahrtzeiten und enge Anschlüsse einstellen. Die Koordination zwischen Ersatzverkehr, U-Bahnumsteigemöglichkeiten und eingesetzten Fahrzeugkapazitäten wird in dieser Übergangsperiode entscheidend sein.
Für viele Fahrgäste ergibt sich eine doppelte Herausforderung: Einerseits der Wegfall etablierter Verbindungen, andererseits der Zwang, sich frühzeitig über alternative Routen und Fahrpläne zu informieren. Der RMV weist darauf hin, dass rechtzeitige Reiseplanung und Nutzung digitaler Fahrplan-Apps in dieser Phase besonders wichtig sind.
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Foto von IMAGO/Zoonar.com/Markus Mainka







