Seit Wochen sorgt die Bettinastraße in Offenbach für Diskussionen. Anwohner beklagen massive Mängel bei der Straßenreinigung, obwohl sie hohe Gebühren zahlen müssen. Besonders aktiv zeigt sich hierbei Nikolaj Lubnow, der seit geraumer Zeit die Situation mit Fotos und Videos dokumentiert. Ihm zufolge wird in der Straße viel zu selten gereinigt, obwohl Anwohner verpflichtet sind, deutlich mehr zu bezahlen. Darüber berichtet SoFrankfurt unter Berufung auf op-online.de.

Lubnow erklärt, er habe wiederholt beobachtet, dass die Kehrmaschine nur einmal pro Woche durch die Bettinastraße fahre, obwohl die Stadtwerke drei Einsätze berechnen würden. Schon seit Wochen habe er das Gefühl, dass die Reinigungsintervalle nicht eingehalten werden. Der Unmut unter den Anwohnern wächst, zumal Gehwege und Rinnsteine in einem sichtbar verschmutzten Zustand verbleiben.

Als Belege legte Lubnow zahlreiche Fotos und Videos vor, die seiner Meinung nach die Missstände eindeutig dokumentieren. Er wandte sich frühzeitig an den Kundenservice der Stadtwerke, stieß dort jedoch auf Ablehnung. Die Verantwortlichen verwiesen auf GPS-Daten, die den Einsatz der Kehrmaschinen bestätigen sollen. Lubnow fühlt sich durch diese Antwort provoziert und legte in den darauffolgenden Wochen noch umfangreichere Beweise vor. Zwar sei die Kehrmaschine tatsächlich vor Ort gewesen, allerdings mit einer Geschwindigkeit, die eine gründliche Reinigung unmöglich mache. „Die GPS-Daten mögen stimmen, aber die Straße bleibt genauso dreckig wie vorher“, betont er.

Auf Anfrage bestätigte Stadtwerke-Sprecherin Regina Preis, dass es im fraglichen Zeitraum Abweichungen gegeben habe. „Die Reinigung in der Bettinastraße hat nicht immer im gewohnten Umfang stattgefunden, sie ist jedoch keineswegs in großem Maß ausgefallen“, erklärte sie. Von den 16 geplanten Einsätzen im Zeitraum zwischen dem 30. Juni und dem 4. August seien zwei komplett ausgefallen, zwei weitere lediglich per Handreinigung erfolgt – ohne Kehrmaschine.

Das Problem liege auch in den vielen parkenden Autos, führt Preis aus. Dadurch könne die Kehrmaschine nicht alle Stellen erreichen. Auch die Handreinigung habe ihre Grenzen, wenn Fahrzeuge die Flächen blockieren. Dennoch betonen die Stadtwerke, dass die Arbeiten wie vorgesehen durchgeführt worden seien.

Für Lubnow ist diese Erklärung nicht zufriedenstellend. Er verweist darauf, dass seine Dokumentationen über Wochen hinweg belegten, dass höchstens einmal pro Woche gereinigt werde – oft nur am Freitag, mitunter sogar gar nicht. Erst in der letzten Woche sei zusätzlich am Mittwoch gekehrt worden. Er weist zudem darauf hin, dass die Kehrmaschine beide Richtungen abfahren und auch die Gehwege reinigen müsse. Laut Satzung sei das verpflichtend, werde aber schon lange nicht mehr umgesetzt.

Besonders empört ihn, dass er dafür jährlich rund 430 Euro bezahlen muss. Lubnow betont, er habe kein Problem damit, wenn die Stadt die Reinigung offiziell auf einmal pro Woche reduziere. „Dann zahlen wir auch nur das, was wir tatsächlich bekommen.“ Genau das sei seine zentrale Forderung – eine transparente und gerechte Abrechnung der erbrachten Leistungen.

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Foto von op-online

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