Ab dem 14. Dezember 2025 tritt der neue „Fahrplan 2026“ der Deutschen Bahn in Kraft. Für Frankfurt bringt er zahlreiche Änderungen, die sowohl den nationalen als auch den internationalen Bahnverkehr betreffen. Die Deutsche Bahn kündigt nicht nur eine Ausweitung der Taktfrequenz, sondern auch neue Verbindungen und eine stärkere Systematisierung im ICE-Betrieb an. Darüber berichtet SoFrankfurt unter Berufung auf fr.de.
Der Konzern führt ein neues Zugmodell ein und baut gleichzeitig das Angebot auf vielen Strecken deutlich aus. Künftig verkehren ICE-Züge in 21 deutschen Städten alle 30 Minuten. Neu ist die direkte Verbindung Frankfurt–Mannheim. Zudem werden mehrere Routen beschleunigt: Zwischen Frankfurt und Berlin verkürzt sich die Fahrzeit um rund 20 Minuten. Fahrgäste haben nun zwanzigmal täglich die Möglichkeit, in vier Stunden zwischen beiden Metropolen zu reisen; sechsmal täglich gibt es dabei eine Direktverbindung.
Auch im internationalen Fernverkehr sind spürbare Verbesserungen vorgesehen. So wird eine neue Eurocity-Strecke von Leipzig über Frankfurt nach Krakau eingeführt, was Reisen nach Polen komfortabler gestaltet. Die Achse Berlin–Halle–Erfurt–Frankfurt–Paris wird ebenfalls beschleunigt, sodass die Fahrgäste etwa 20 Minuten schneller am Ziel ankommen. Außerdem erhöht die Deutsche Bahn die Zahl der Verbindungen von Frankfurt nach Brüssel.
Eine wesentliche Neuerung ist die stärkere Integration internationaler Ticketangebote. Ab sofort können Fahrgäste Fahrkarten für ausländische Bahngesellschaften wie die österreichische ÖBB, die Schweizer SBB sowie TGV- und Eurostar-Züge direkt über die Plattformen der Deutschen Bahn erwerben. Damit lassen sich beispielsweise TGV-Plätze für die Strecke Frankfurt–London unkompliziert über die DB-Website oder die DB-Navigator-App buchen.
Zur weiteren Vereinheitlichung setzt die Deutsche Bahn auf eine Standardisierung des ICE-Betriebs. Ziel ist es, künftig auf jeder Strecke nur noch eine einzige ICE-Baureihe einzusetzen und auf gleichmäßige Taktungen zu setzen. Mehrteilige ICE-Züge sollen nicht mehr an Zwischenbahnhöfen getrennt werden, um die Zuverlässigkeit im Fernverkehr zu erhöhen und Verspätungen zu reduzieren.
Mit dem Fahrplanwechsel startet außerdem der Einsatz einer neuen Zugbaureihe: der „ICE L“. Zunächst kommt dieses Modell zwischen Köln und Berlin zum Einsatz, im Laufe des Jahres 2026 dann auch auf der Verbindung Frankfurt–Sylt. Das „L“ steht für „low floor“ – der Zug verfügt über einen besonders niedrigen Einstieg und ist damit barrierefrei zugänglich.
Gleichzeitig müssen Fahrgäste aus Frankfurt auch mit Einschränkungen rechnen: Zwischen Juli und Dezember 2026 werden Bauarbeiten auf der rechtsrheinischen Strecke Köln–Frankfurt durchgeführt, was zu Umleitungen und möglichen Verzögerungen führen kann.
Der neue Fahrplan gilt ab dem 14. Dezember 2025. Fahrkarten sind bereits ab dem 15. Oktober 2025 erhältlich.
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